WILHELMSHAVEN - Von Leonardo da Vinci stammen nicht nur einige der berühmtesten Gemälde der Welt – etwa die „Mona Lisa“ und „Das Letzte Abendmahl“ – er war auch ein genialer Erfinder. Ein Universalgenie, das seiner Zeit weit voraus war. Eine Ausstellung in der Nordseepassage Wilhelmshaven zeigt Modelle seiner Maschinen und Apparaturen.

Beim Betrachten der Ausstellungsstücke wird deutlich: viele von da Vinci erdachte Techniken finden noch immer in der modernen Welt Verwendung oder waren Vorläufer heutiger Maschinen.

Noch bis zum 5. November sind die Modelle in der Nordseepassage zu bestaunen. Am Dienstag eröffneten Centermanagerin Rita Seeliger und Wilhelmshavens Erster Bürgermeister Fritz Langen die Ausstellung. Anfassen ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. „So lassen sich die technischen Prinzipien nachvollziehen und sind einfach zu verstehen“, so Seeliger.

Zur Eröffnung der Ausstellung ging Langen auf Leonardo da Vincis praxisbezogenes Arbeiten ein: „Er hat sich von der Natur inspirieren lassen und ihre Vorgänge in Maschinen umgesetzt.“ So manches Modell regt nicht nur zum Staunen, sondern auch zum Schmunzeln an – etwa Schuhe, die für das Laufen übers Wasser gedacht sind. Solche Schuhe, nur leicht abgewandelt in Form und Material, sind heute ein Freizeitspaß vor allem für Kinder und Jugendliche.

Während ein Teil der Ausstellung, etwa das Modell eines Fahrrads, ein Federmechanismus oder ein Bohrer, nur betrachtet werden können, können andere Nachbildungen nach Lust und Laune ausprobiert werden.


Vielen Geräten des 1452 bei Florenz geborenen Genies liegt das Prinzip der Bewegungsübertragung mittels Zahnrädern zugrunde. Das spart Kraft. So auch bei einem Wagenheber, der den heute gebräuchlichen verblüffend ähnlich ist.

Ebenfalls ausgestellt ist ein Kugellager, dass die Reibung selbst beim Transport schwerer Lasten beträchtlich verringert. „Wir wollen unseren Besuchern und ganz besonders auch Kindern und Schulklassen eine Ausstellung bieten, die das wissenschaftliche Interesse weckt“, so Seeliger.

Die Nachbildungen aus Holz haben bereits eine weite Reise hinter sich. Die Ausstellung befindet sich im Besitz des Schweizer Unternehmens „Swiss Spirit“. Der Kontakt zu der Firma kam über das Internet zustande. Die Kosten werden aus dem Etat der Werbegemeinschaft Nordseepassage finanziert.