Wilhelmshaven - Nach bisherigem Planungsstand sollte die Ortsumgehung Schortens (B 210 neu) im Frühjahr 2013 fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben werden - gut und gern 40 Jahre nach den ersten Planungen. Die Fertigstellung des 5,6 Kilometer langen Abschnitts zwischen Moorhausen und dem Autobahnkreuz Wilhelmshaven wird sich allerdings vermutlich um ein weiteres halbes Jahr bis Herbst 2013 verzögern.

Als Grund nannte Norbert Ittershagen, zuständiger Sachbearbeiter bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich, auf Anfrage die problematischen Bodenverhältnisse im Bereich Ostiem/Autobahnkreuz. Dort befinden sich Schichten von Torf und weichem Klei im Untergrund. Wie im gesamten Trassenverlauf soll auch in Ostiem eine Sandauflast den Boden verdichten. Für die Setzungsphase sei jetzt aber vorsichtshalber eine längere Frist einkalkuliert worden, damit die neue B 210 wirklich auf stabilem Grund ruhe.

Die Stabilisierung des Untergrunds in Ostiem war laut Ittershagen bereits in diesem Jahr einer der Arbeitsschwerpunkte. So wurden 8000 Sandsäulen bis zu sieben Meter tief in den Boden eingebaut. Strümpfe aus Geotextil geben den Säulen Festigkeit. Außerdem wurden 150 000 Meter Drainage-Vliese verlegt.

Seit dem Wochenende vor Wochenende allerdings ruhen die Arbeiten. Der Winter hat auch uns erwischt, sagte Ittershagen. Es sei nicht mehr möglich, Sand aus dem Moorhauser See zum Spülfeld in Ostiem zu pumpen. Wenn die Witterung es zulässt, will die Arbeitsgemeinschaft Bunte-Möbius die Arbeiten am 3. Januar wieder aufnehmen.

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Jörg Grabhorn
Jörg Grabhorn Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt