Wilhelmshaven - Besonders in den 90er-Jahren war Prämiensparen ein Verkaufsschlager vieler Banken. Inzwischen hat es durch dauerhaftes Niedrigzinsniveau an Bedeutung eingebüßt.
Deutschlandweit werden zahlreiche Altverträge von den Banken gekündigt. Die WZ fragte bei den beiden größten Geldinstituten der Stadt nach der Situation vor Ort.
Es muss sich keiner Sorgen machen. Das ist bei uns kein Thema, machte Norbert Philipp, Vorstandssprecher der Volksbank Wilhelmshaven, deutlich.
Auch die Sparkasse Wilhelmshaven gab erst einmal Entwarnung. So teilte Antje Deinet mit, dass bislang noch keine Prämiensparverträge gekündigt wurden. Allerdings steht eine Entscheidung für die Zukunft noch aus.
So funktioniert Prämiensparen: Kunden zahlen jeden Monat einen festgelegten Betrag ein. Im Unterschied zu einem Sparbuch gibt es zusätzlich zu den Zinsen noch jährlich steigende Prämien in Abhängigkeit von der jährlichen Spareinlage. Bei Vertragsabschluss wird festgelegt, nach wie viel Jahren die Höchstprämie erreicht ist. Dazu wurden bei Altverträgen häufig 20 bis 30 Jahre vereinbart. Dank ihrer Gestaltung regten die Verträge zu Sparen an und sicherten den Geldinstituten in den 90er-Jahren langfristiges und günstiges Kapital. Kunden profitierten von den vereinbarten Prämien, die mit längerer Vertragslaufzeit höher ausfielen.
