WILHELMSHAVEN - Das Cima-Gutachten wurde vorgestellt. Aus der Studie geht hervor, dass die Kaufkraft in Wilhelmshaven vergleichsweise gering ist.

von ger abeldt

In der Juni-Sitzung des Rates will die Stadtverwaltung einen zweiten Anlauf für die Genehmigung eines großflächigen SB-Warenhauses an der Friedenstraße unternehmen.

Eine politische Mehrheit für das Projekt ist indes ungewiss. In der Sitzung des Ausschusses für Planen und Bauen votierte am Dienstag lediglich FDP-Ratsherr Horst Radmer für das Projekt. Die vier SPD-Vertreter enthielten sich, die drei CDU-Abgeordneten stimmten gegen „Kaufland“.

Ein Bauträger möchte für zwei Millionen Euro ein westlich der Käthe-Kollwitz- Schule gelegenes Grundstück von der Stadt erwerben und dort einen „Kaufland“-Markt errichten. Im November war die Planung und die Übernahme des maroden Gebäudes Mitscherlichstraße 62 („Domus-Gebäude“) in letzter Minute geplatzt, als sich ein angeblich bestehender Zeitdruck nicht bestätigte.


Inzwischen liegt das Cima-Einzelhandels-Gutachten vor. Die Marktforscher stellen fest, dass es in Wilhelmshaven schon jetzt eine zu geringe Kaufkraft je Quadratmeter Verkaufsfläche im Einzelhandel gibt. Auf keinen Fall dürfe durch Neuansiedlungen das Stadtzentrum geschwächt werden.

Die Ansiedlung eines SB-Warenhauses und eines Discounters in der Mitscherlichstraße halten die Gutachter aber dennoch für möglich, aber nur mit reduzierter Verkaufsfläche.

Statt der ursprünglich geplanten 5850 Quadratmeter Verkaufsfläche in beiden Märkten sollten lediglich 5100 genehmigt werden. Die Lebensmittel-Verkaufsflächen sollten um 750 Quadratmeter verringert, das zentrenrelevante Randsortiment auf maximal zehn Prozent festgeschrieben werden.