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Coronatests in Wilhelmshaven Befund in 48 Stunden – mit Abstrichen

Wilhelmshaven - Labore sind überlastet, PCR-Tests zum Nachweis einer Covid-19-Infektion könnten knapp werden und sollen priorisiert werden. Wie aber sieht aktuell die Situation vor Ort aus? So schätzen das Gesundheitsamt und Klaus Peter Schaps von der Kassenärztlichen Vereinigung die aktuelle Situation ein:

Wann veranlasst das Gesundheitsamt Tests?

„Wir werden überrannt mit Anfragen“, sagt Wilhelmshavens Amtsarzt Dr. Christof Rübsamen. PCR-Nachweise müsse das Gesundheitsamt aber längst nicht in allen Fällen veranlassen. Getestet werde etwa dann, wenn die Person in einem öffentlichen Testzentrum positiv getestet wird, aber anschließend keinen Arzt findet, der einen Abstrich für einen PCR-Test veranlassen will.

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Wann veranlasst der Hausarzt einen Test?

Bei einem positiven Schnelltest sollten Betroffene ihren Hausarzt kontaktieren. Diese veranlassen PCR-Nachweise aber nur dann, wenn ein qualifiziertes Schnelltestergebnis beispielsweise aus einem Testzentrum vorliegt. Nur qualifizierten Tests seien ausreichend zuverlässig, betont Klaus Peter Schaps.

Meldet sich ein Patient mit positivem Selbsttest, die im Handel erhältlich sind, wird das Ergebnis in der Arztpraxis zunächst mit einem qualifizierten Selbsttest abgeglichen. „Wir wissen schließlich nicht, ob die Patienten den Selbsttest zu Hause im stillen Kämmerlein vernünftig durchgeführt haben.“ Ist der in der Arztpraxis durchgeführte Schnelltest positiv, wird ein Abstrich für den PCR-Test genommen.

Wie lange dauert es bis zum Testergebnis?

„Im Schnitt liegen die Laborergebnisse innerhalb von 48 Stunden vor – mal mehr, mal weniger“, sagt Klaus Peter Schaps für die Hausarztpraxen. Allerdings hätte die Zahl der Abstriche für PCR-Tests in den vergangenen zwei Wochen dramatisch zugenommen – ebenso der Beratungsbedarf. „Zurzeit sind es bis zu 30 Personen am Tag und leider auch immer häufiger positive Befunde“, sagt Schaps.

Das von der Stadt Wilhelmshaven beauftragte Labor kommt bei den Testungen ebenfalls noch zügig voran, sagt Rübsamen. „Innerhalb von 36 Stunden liegt dem Gesundheitsamt das Ergebnis vor.“ Außerhalb der Region gebe es indessen bereits weit längere Bearbeitungszeiten – das bekomme auch das Wilhelmshavener Gesundheitsamt zu spüren. Das zeigte sich laut Rübsamen etwa am vergangenen Sonntag bei Eingängen über das elektronische Meldeportal von Laboren, die vor vier oder fünf Tagen von Hausärzten oder anderen Einrichtungen beauftragt wurden.


Werden bei PCR-Tests schon Prioritäten gesetzt?

Das Gesundheitsamt schaut schon jetzt genau, in welchen Fällen zwingend ein PCR-Nachweis notwendig ist. Eine wichtige Frage dabei: Arbeiten die Betroffnen in einem kritischen Beruf, etwa im Gesundheitswesen? „Wenn es aber innerhalb einer Familie bereits ein positive PCR-Befund gibt, streichen wir längst nicht mehr jedes Geschwisterkind ab, das plötzlich einen positiven Schnelltest hat“, sagt Rübsamen.

In Hausarztpraxen wird nicht priorisiert – zumal die von der Politik vorgeschlagene Änderung der Testverordnung noch nicht erlassen wurde, sagt Schaps. „Wir streichen jeden Patienten ab, der einen positiven qualifizierten Schnelltest vorweisen kann“, berichtet Schaps aus dem eigenen Praxisalltag.

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Wie ist es bei möglichen Symptomen?

Der Verdacht muss sich zunächst durch einen qualifizierten Schnelltest – etwa beim Hausarzt – erhärten, erklärt Schaps.

Genesenennachweis nur mit PCR-Test

Genesenennachweise sind rechtlich immer noch an einen PCR-Nachweis gebunden. Da müsse auf Bundesebene dringend eine Rechtsänderung kommen, so Rübsamen.

Stephan Giesers
Stephan Giesers Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung
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