WILHELMSHAVEN - WILHELMSHAVEN/LR - Informationsgespräche bei den Stadtwerken Wilhelmshaven sowie ein Besuch bei der JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft standen auf dem Programm der „Küstengang“, die auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Meyer (SPD) jetzt Wilhelmshaven besucht hat. Die Abgeordneten zeigten sich beeindruckt von den Möglichkeiten, die der Tiefwasserhafen für die Region bietet.
„Es ist erstaunlich, welch’ umfangreiche Investitionsvorhaben die Planungen für den Jade-Weser-Port nach sich ziehen“, fasste die Sprecherin der Küstengang, Dr. Margrit Wetzel, ihre Eindrücke nach dem Besuch zusammen.
Helmut Werner, Geschäftsführer der JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft, berichtete beim Besuch der Abgeordneten im Voslapper Groden über den Stand der Planungen zum Tiefwasserhafen. Insbesondere für die neue Generation der Containerschiffe werde ein Hafen mit den Vorzügen des Wilhelmshavener Tiefwasserhafens dringend benötigt.
Dabei sicherten die Abgeordneten vor allem im Hinblick auf die Hinterlandanbindung des Hafens ihre volle Unterstützung zu. Sowohl der Bau der Küstenautobahn A 22 als auch der Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven müsse angesichts der erwarteten Verkehrsströme so schnell wie möglich angegangen werden.
„Wir sind uns bewusst, dass die Verkehrsanbindung der deutschen Seehäfen ein entscheidener Faktor für deren internationale Wettbewerbsfähigkeit darstellen wird. Deshalb müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Verkehrsanbindungen optimal ausgebaut werden“, so Karin Evers-Meyer.
Aus diesem Grund habe sie auch den Bundesverkehrsminister Wofgang Tiefensee für den Herbst 2006 zu einem Besuch nach Wilhelmshaven eingeladen. Der Minister hat sein Kommen bereits fest zugesagt.
Neben der Verkehrsanbindung wurde noch ein weiteres Problem im Zusammenhang mit dem Bau des Tiefwasserhafens und den Industrieansiedlungen deutlich: Bereits jetzt sorgen sich die Verantwortlichen darum, ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte für Hafen und Industrie zu finden. Die Region müsse für Fachkräfte attraktiv gemacht werden, vor allem sei aber bereits jetzt für den entsprechenden Nachwuchs zu sorgen.
Die Küstengang ist eine Vereinigung der SPD-Bundestagsabgeordneten aus den norddeutschen Bundesländern.
