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Lokale Wirtschaft Bleibt Alba langfristig in der Wilhelmshavener Südstadt?

Maik Michalski

Wilhelmshaven - Das Unternehmen Alba Metall Nord GmbH investiert kräftig in den Standort in der Südstadt an der Emsstraße und macht deutlich, dass die Suche nach alternativen Standorten im Stadtgebiet aus Sicht der Recyclingfirma vom Tisch ist.

„Aus der 2019 durch die Stadt Wilhelmshaven angeregten Machbarkeitsstudie haben sich keine adäquaten Alternativen oder Lösungsansätze ergeben. Daher konzentrieren wir uns weiterhin auf die Standortentwicklung in der Emsstraße“, so Patrick Kalk, Geschäftsführer der Alba Metall Nord GmbH, in einer Pressemitteilung.

Aus Sicht der Stadt ist die Suche aber noch nicht abgeschlossen. Am 31. Mai seien Gespräche geplant, lässt die Stadt auf Anfrage der Redaktion wissen.

Die Alba Metall Nord GmbH ist ein Tochterunternehmen des internationalen Umweltdienstleisters und Rohstoffversorgers Alba Group (Berlin). Auf dem Betriebsgelände an der Emsstraße wird derzeit umfangreich gebaut. Unter anderem wird die Großshredder-Anlage modernisiert. Neben der Steigerung der Effizienz und einem optimierten Energiemanagement steht der weitere Ausbau strengster Nachhaltigkeits- und Umweltstandards im Vordergrund, teilt das Unternehmen mit.

Modernisierung wird vorbereitet

Die Shredder-Anlage zerkleinert die Eisen- und Metallschrotte um die unterschiedlichen Materialien aufzuschließen und voneinander zu trennen. Diese werden in nachgelagerten Prozessen zu hochwertigen Halbzeugen weiterverarbeitet.


Ferner wird auch eine bereits vorhandene Testanlage zur kaltmechanischen Verformung von Aluminium in eine Produktionsanlage überführt und ausgebaut. Bereits seit mehreren Jahren forscht Alba Metall Nord an der Umsetzung einer Produktidee für den Stahlwerksprozess. Hierzu hat der Umweltdienstleister nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit einer süddeutschen Maschinenbaufirma eine produktionsreife Anlage entwickelt, die nun den Regelbetrieb aufnehmen wird.

Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb verpflichtet sich das Unternehmen freiwillig, ein umfangreiches Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 einzusetzen.

Für das laufende Jahr sind noch weitere Modernisierungs- und Umbauarbeiten in Vorbereitung. „Die Weiterentwicklung der Produktpalette und der Produktionsaggregate stellt für uns einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Wir müssen uns stetig weiterentwickeln und unsere Technik und Angebote an die sich ändernden Rahmen- und Marktbedingungen anpassen, um in dem anspruchsvollen Rohstoffmarkt erfolgreich agieren zu können“, sagt Patrick Kalk.

50. Geburtstag steht an

Im nächsten Jahr feiert das Unternehmen in Wilhelmshaven als leistungsstarker Entsorgungspartner für Industrie, Handel und Gewerbe 50. Geburtstag. „Wir freuen uns, unsere Erfolgsgeschichte weiter fortzusetzen. Für unsere weitere Entwicklung ist die Sicherung eines zukunftsfähigen Standortes entscheidend.“

Als Hafenumschlagplatz ist der Standort am Handelshafen für Alba von besonderer Bedeutung, da die Unternehmensgruppe von hier aus Stahl und Nichteisenmetall weltweit vermarktet.

Das traditionsreiche Unternehmen beschäftigt derzeit etwa 100 Mitarbeiter und bildet auch 2021 wieder in verschiedenen kaufmännischen und gewerblichen Berufen aus. Eine zukunftsorientierte Standortsicherung bedeutet entsprechend eine Sicherung von Arbeitsplätzen.

Die Alba Metall Nord GmbH ist neben Interseroh eine der Marken unter dem Dach der Alba-Group. Diese ist in Deutschland und Europa sowie in Asien aktiv. 2019 wurde ein Gesamtumsatz von 2,0 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Alba Group beschäftigt rund 8800 Mitarbeiter.

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