Wilhelmshaven - Eine gute Breitbandversorgung gehört heute zu den wichtigsten Standortfaktoren. In Wilhelmshaven aber gibt es gerade in diesem zentralen Bereich ein Defizit. Das wird sich nun ändern. Im Auftrag des Telekommunikationsunternehmens EWE TEL hat das Tiefbauunternehmen Grimmert mit den entsprechenden Vorarbeiten begonnen. „Mit dem Ausbau der Breitbandinfrastruktur wird die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Wilhelmshaven gestärkt“, stellt Oberbürgermeister Carsten Feist fest.

Im ersten Schritt wird jetzt im Krabbenweg in Voslapp Erde ausgehoben, um mit der Verlegung der Glasfaserkabel zu beginnen. Von dort aus sollen dann bis August 2021 im Stadtgebiet rund 140 Kilometer Kabel auf einer Strecke von fast 40 Kilometern verlegt werden. Mehr als 200 gewerbliche und private Nutzer im Bereich der Gewerbegebiete können dann auf Datenübertragungen von mindestens 1 Gbit/s zurückgreifen.

„Eine gute Breitbandversorgung ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Das Internet ist allgegenwärtig, auch für die Industrie, Wirtschaft und für Geschäftsleute ist der schnelle Internetzugang eines der Grundbedürfnisse“, betont Feist. Daher engagiere sich die Stadt Wilhelmshaven mit dem Eigenbetrieb Technische Betriebe Wilhelmshaven bereits seit einigen Jahren dafür, die Defizite abzubauen.

Der jetzt gestartete Ausbau wird von staatlicher Seite mit gut 1,5 Millionen Euro gefördert, 1,1 Millionen kommen vom Bund (Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur), der Rest vom Land (Wirtschaftsministerium). Die Stadt selbst trägt einen Eigenanteil von 700 000 Euro.

Darüber hinaus investiert auch die Oldenburger EWE selbst in den Ausbau. „Gemeinsam mit der Stadt binden wir noch mehr Unternehmen und auch private Haushalte direkt an das Netz an und bieten sehr schnelle zukunftssichere Anschlüsse“, sagt Projektleiter Marc Eden. Gleichzeitig verspricht er, die Auswirkungen für Anwohner während der Maßnahme so gering wie möglich zu halten.