Wilhelmshaven - Sollte einmal die Grundschule geschlossen werden, dann beträfe dies womöglich auch die dazugehörige Sporthalle, und dann sähe es düster aus für Grün-Gelb Roffhausen. Dann können wir dichtmachen, sagt Karlheinz Striegl. Daran hat der Vorsitzende des Sportvereins verständlicherweise kein Interesse, und deshalb beteiligt er sich gemeinsam mit Sohn Maximilian am Schortenser Stadtentwicklungsprozess.
Unter dem Motto Zukunft in Schortens - in Zukunft Schortens wollen engagierte Bürger der Stadt in den nächsten Monaten Handlungsstrategien erarbeiten, wie Schortens sich angesichts des demografischen Wandels bis 2030 weiterentwickeln könnte. Am Sonnabend wurde dieser Prozess mit der ersten Zukunftskonferenz gestartet.
Neben Abteilungsleitern der Stadtverwaltung waren dazu 72 Schortenser waren dazu in die Integrierte Gesamtschule (IGS) Friesland gekommen. Anja Müller, allgemeine Vertreterin von Bürgermeister Gerhard Böhling, äußerte sich zufrieden mit der Resonanz. Man habe mit 70 bis 80 Teilnehmern gerechnet.
Der Kommunikationsberater Roman Mölling (Hannover), den die Stadt zur Steuerung des Prozesses verpflichtet hat, erläuterte zunächst Ziel und Vorgehensweise. In einer Momentaufnahme nannten die Teilnehmer dann Stärken und Schwächen der Stadt. Die zunehmende Vergreisung wurde beklagt; andere kritisierten die Geldverschwendung (Aqua Toll), den Politikstil und die politische Vernachlässigung der Ortsteile.
