Wilhelmshaven - Die Bürgerinitiative Mein Wangerland sieht in der Umsetzung des Projektes Bürgerwindpark im Wangerland ein enormes finanzielles Risiko. Als Gründe nennt Timo Ostermann zum einen Klagen gegen die Genehmigungen der Windkraftanlagen und zum anderen lange Abschaltzeiten. Beides könnte zu massiven Einbußen bei der Einspeisevergütung führen.

Nach Ostermanns Worten liegen mindestens zwei Klagen vor: eine von einer Projektierungsgesellschaft, die die Interessen von Landbesitzern vertritt, deren Flächen bei der Auswahl der Windpark-Standorte nicht berücksichtigt wurden. Eine weitere Klage soll der NABU aufgrund von Ungereimtheiten bei den Genehmigungen erhoben habe.

Sollte vom Gericht festgestellt werden, dass bei den Genehmigungen Fehler gemacht wurden, könnte dies entweder das Aus für die Windparks bedeuten oder aber eine Neuplanung erforderlich machen. Es ergäben sich laut Ostermann Mindereinnahmen in Millionenhöhe.

Weitere Einnahmeeinbußen ergäben sich durch lange Abschaltzeiten zum Schutz der Tierwelt. Ostermann kommt für den südlich von Tettens geplanten Windpark auf eine Stillstandszeit von mindestens 31 Prozent. Wie kann man bei solchen Zahlen die Bürger, die in diese Windparks investieren sollen, ins offene Messer laufen lassen?, fragt Ostermann: Das Risiko ist doch einfach viel zu groß.

Jörg Grabhorn
Jörg Grabhorn Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt