Wilhelmshaven - Der Rat der Stadt Wilhelmshaven sollte angesichts der Koalitionsvereinbarung der neuen Landesregierung von SPD und Grünen seinen Beschluss zur Schulentwicklungsplanung noch einmal bedenken. Diese Empfehlung gab die Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter, Vorsitzende des für Schulpolitik zuständigen Kultusausschusses, nachdem sie mit Wilhelmshavener Parteifreunden und den Leitern der beiden Wilhelmshavener Förderschulen sowie der Haupt- und Realschulen im Stadtnorden ausgiebig diskutiert hatte.
So haben SPD und Grüne vereinbart, dass ab dem Schuljahr 2014/15 Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen aufsteigend mit dem 5. Schuljahr keine Schüler mehr aufnehmen, Förderschulen mit dem Schwerpunkt Sprache würden demnach sowohl ab Klasse 1 wie nach Klasse 5 nicht mehr aufnehmen können.
Hans-Dieter Broek (Wasserturmschule) und Astrid Winkler (Herbartschule) zeigten sich überrascht, dass die Schülerzahlen an ihren Schulen damit schneller als erwartet zurückgehen werden. Für Broek ergibt sich aus den Plänen der neuen Landesregierung vor allem die Frage, ob die geplante Zusammenlegung der beiden Wilhelmshavener Förderschulen überhaupt noch sinnvoll ist. Zu überlegen sei vielmehr, die aus den bisherigen Förderschulen hervorgehenden Förderzentren an die Oberschulen im Süden und Norden der Stadt anzudocken.
Nicht mehr haltbar ist nach Einschätzung von Werner Biehl, Fraktionsvorsitzender im Rat, die Zusammenlegung am Standort Schellingstraße. Dem pflichtete Korter bei.
