Wilhelmshaven - Früher sei der Bismarckplatz eine Augenweide gewesen. Heute ist es ein Schandfleck der Stadt, findet Rolf Ismer. Der Heppenser machte seinem Ärger über den schlechten Zustand des Platzes gestern am WZmobil Luft. Bäume seien entfernt worden und es sei ständig schmutzig. Auch die vielen Schlaglöcher am Busbahnhof seien eine Zumutung.
Und das nicht nur fürs Auge, wie Walther Schäfer betonte. Der Vertreter des Behindertenbeirates wies darauf hin, dass die Beschaffenheit des Bahnhofs gerade Menschen mit Handicap das Leben schwer mache. Von Barrierefreiheit kann da keine Rede sein, sagt er. Rolf Ismer pflichtet ihm bei. Seine Frau sei auf einen Rolllator angewiesen. Häufig genug stehe sie in Heppens vor nicht weit genug abgesenkten Bordsteinen. Um diese zu überwinden brauche sie häufig die Hilfe ihres Mannes.
Ordentlich abgesenkte Bordsteine würden auch den Radfahrern in der Stadt entgegenkommen, meint Anette Maisner. Die Heppenserin erledigt eigentlich das meiste mit dem Rad und wünscht sich, dass die vielen Einbahnstraße in ihrem Stadtteil für Radfahrer von beiden Seiten aus befahrbar wären.
Für Bernd Zaumsegel ist die Einksufssituation optimal. Er findet, dass aber die Werbegemeinschaft Göbi noch aktiver sein könnte und etwas auf die Beine stellen sollte. Einheitliche Öffnungszeiten - auch durchgehend - seien wünschenswert.
Bernd Schacht ist zwar Siebethsburger, stellt Heppens aber ein sehr gutes Zeugnis aus. Die Nahversorgung rund um den Bismarckplatz ist super, sagt er. Dort sei beispielsweise das einzige Fleischereifachgeschäft in ganz Wilhelmshaven ansässig. Dem stimmt auch Horst Walzner, Ratsherr der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), zu. Er bedauert jedoch den enormen Leerstand in der Gökerstraße. Dort habe es früher viele Fachgeschäfte gegeben. Heute gebe es zwar viele Möglichkeiten seinen Hunger zu stillen, so sein Parteikollege und Ratsherr Frank-Uwe Walpurgis. Um Besorgungen zu machen, müsse man aber den Weg in die Stadt oder zum Beispiel zu Marktkauf in den Stadtnorden in Kauf nehmen.
