Wilhelmshaven - Von den 96 Bürgerarbeitsplätzen, die in Wilhelmshaven derzeit besetzt sind, hat das Bundesamt für Verwaltung 15 Plätze für Naturschutz-Projekte genehmigt. Eines dieser Projekte bezieht sich, so Volker Osterkamp von der Gesellschaft für Arbeitsvermittlung und Qualifizierungsförderung (GAQ), auf den Kampf gegen die Miniermotte im Bereich der Mozartstraße.
Nachdem der Nabu mit Unterstützung der Wilhelmshavener Zeitung und verschiedener Sponsoren den Miniermotten u.a. mit Duftstofffallen und Nistkästen für den Miniermottenfeind Meise zu Leibe gerückt ist, gehen die 15 Bürgerarbeiter jetzt an die Wurzel des Übels: Sie haben das Gestrüpp unter den Kastanien beseitigt und die Beete mit frischer Erde aufgefüllt und dort Gras ausgesät, das schon nach wenigen Tagen zu spießen begonnen hat.
So wird es im Herbst leichter, das Laub, in dem die Larven der Miniermotte überwintern, vollständig aufzusammeln und zu verbrennen.
Wir sind froh, dass im Rahmen der Bürgerarbeit zur Aufwertung des ökologischen Zustandes auch Anlagen der Technischen Betriebe Wilhelmshaven betroffen sind, äußerte sich TBW-Geschäftsführer Tim Menke gestern erfreut über dieses Projekt.
Die TBW hatte bereits im Frühjahr damit begonnen, die östlich des Fahrradweges an der Mozartstraße gelegenen Beete zu begrünen und mit Blumenzwiebeln zu bepflanzen, die dann über Ostern in herrlich gelben und weißen Farben blühten. Nun haben die Bürgerarbeiter zunächst den Mittelteil der westlichen Rabatten zwischen Paul-Hug-Straße und Bremer Straße bearbeitet. Der nördliche und südliche Teil werden noch folgen. Anschließend wird es für die TBW leichter sein, die Anlagen zu pflegen, so Klaus Timmermann und Herbert Unger, der für die Grünpflege zuständige Abteilungsleiter und der für diesen Stadtteil zuständige Mitarbeiter der TBW. Dabei gehe es nicht um eine Arbeitsvereinfachung, wie Timmermann erläutert, sondern um die Chance, die befallenen Blätter konsequent einsammeln zu können.
Mehr lesen Sie heute in der Wilhelmshavener Zeitung.
