Wilhelmshaven - Wilhelmshaven/Auckland/si/ - Das Forschungsschiff und#132;Sonneund#147; ist derzeit in den Gewässern des Pazifischen Ozeans vor Neuseeland unterwegs. Unter anderem sind Wissenschaftler des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres mit an Bord, dessen meereswissenschaftlicher Außenstandort im Terramare-Gebäude auf der Schleuseninsel beheimatet ist. Das ICBM ist der wissenschaftliche Ankerpunkt des Forschungsschiffes, dessen Heimathafen Wilhelmshaven ist.
Die beiden ICBM-Forscher Julius Degenhardt und Marion Pohlner berichteten jetzt von ihren Untersuchungen des Meeresbodens in 5000 Metern Tiefe. Die beiden Meereswissenschaftler gehören zur Forschungsgruppe Paläomikrobiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Heribert Cypionka. Sie holten Meeresboden aus der Tiefe, um aus ihnen Bakterien zu isolieren und näher zu untersuchen.
Im Mittelpunkt ihres Interesses steht, was die Funktion des jeweiligen Bakteriums am Meeresboden ist und welche Nährstoffe es nutzt. Die Forscher bestimmen die Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaft und die Anzahl der Bakterien im Meeresboden. Die Bakterienzellen mit einer Größe von ein bis zwei Mikrometern können sie nur dank einer speziellen Färbetechnik unter dem Mikroskop zählen. Am Meeresboden konnten sie durchschnittlich rund 300 Millionen Zellen pro Kubikzentimeter feststellen. Zwanzig Zentimeter tiefer sind es nur noch etwa drei Millionen.
