Wilhelmshaven - Nicht immer braucht es ein rundes Jubiläum, um besondere Glanzlichter zu setzen: Die 21. Design Challenge, studentischer Konstruktionswettbewerb der Jade Hochschule in Wilhelmshaven, tat dies gestern ohne Zweifel. Und zwar in mehrfacher Hinsicht.
Mit zum Teil weit gereisten Teams aus sechs Ländern war der Kampf der Roboter so international wie noch nie. Und mit erstmals vier verschiedenen Spielfeld-Themen gestaltete sich die Herausforderung an den jungen Ingenieursnachwuchs extrem anspruchsvoll.
Dass und wie dies so stattfinden konnte, dafür hatte sich das 18-köpfige Organisationsteam diesmal besonders lange in die Vorbereitungen gekniet. Bereits vor zwei Semestern ging es für die sieben Studentinnen der Medizintechnik und elf Studenten (fünf studieren ebenfalls Medizintechnik, sechs Mechatronik) los.
Unzählige Stunden wurden nicht nur in die technische Ausgestaltung der aktuellen Challenge-Idee investiert, sondern auch in vieles, was nicht gleich so sichtbar wird, betonte Dr. Thomas Anna als betreuender Professor. Kontakte knüpfen, Teams anwerben, finanzielle Unterstützer suchen - ein Wahnsinnsaufwand!, zollte Anna gestern Nachmittag dem Team um Amir Moayed, Mechatronik-Student im 7. Semester, uneingeschränkte Anerkennung.
Bereits zum Start der ganztägigen Veranstaltung hatte am Morgen die Vizepräsidentin der Hochschule, Prof. Dr. Andrea Czepek, die Gäste, darunter aus dem Ausland mitangereiste Professoren sowie Vertreter der Sponsoren, im Großen Hörsaal begrüßt. Die Jade Hochschule selbst gab die größte Finanzspritze, eine Reihe weiterer Förderer aus der Wirtschaft half darüber hinaus. Beeindruckt zeigte sich ebenfalls die Bildungsreferentin des Arbeitgeberverbands Nordmetall, Melanie Kerker, einmal angesichts der langen Tradition der Design Challenge, zum anderen mit Blick auf die gut hundert Hände, die am Entstehen der Roboterkonstruktionen beteiligt waren.
