Wilhelmshaven - Alles fließt ließ uns einst der griechische Philosoph Heraklit wissen. In der Realschule Schortens hieß es vier Tage lang Alles läuft. Das Motto unserer Projektwoche umfasste ein breites Spektrum an Themen, erzählte die Zehntklässlerin Laura-Sophie Beck. Ihr Jahrgang hatte sich die Themen mit den Lehrerinnen Gisela Sandstede und Christa Diebig bei einem Brainstorming im Bürgerhaus ausgedacht und in die Bereiche Kunst, Bewegung, Kopfarbeit und Werke(l)n unterteilt. Die Großen, die am Tag nach der Präsentation ihre Entlassungszeugnisse empfingen, leiteten dann auch die Schülergruppen.

Die 380 Kinder nutzten die Gelegenheit zu Ungewöhnlichem. So wanderten einige zum Sander See, lauerten mit Ausdauer der Azurjungfer und dem Ochsenauge auf, um sie im Bild festzuhalten und tüftelten an Robotern, die einen mittels Lichtsensor erkannten Ball schossen. Die Zehntklässler Nico Kruse und Daniel Haufe, die die Technik aus dem Wahlpflichtkurs kannten, waren erstaunt, wie schnell ihre Mitschüler alles aufnahmen.

Unter der Regie von Hobbyfilmer Marvin Jung erstellten sieben seiner Mitschüler ein Anti-Mobbing-Video. Alexandra Litau ließ ihre Filmgruppe in Stop-motion-Technik mit 185 Fotos sechs Knetfiguren zum Leben erwecken und Hip-Hop tanzen. Echten Hip-Hop gab es in der Pausenhalle. Die Mobiles unter der Hallendecke waren ebenfalls ein Projekt. Aus dem Musikraum drang der AC/DC-Klassiker Highway to Hell, den Kinder an Gitarre und Schlagzeug erlernt hatten. Andere Schüler hatten versucht, Lebensläufe ihrer Idole zu schreiben und beim Quiz gab es einmal hausaufgabenfrei zu gewinnen.