WILHELMSHAVEN - Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen – das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei ihrer groß angelegten Such- und Rettungsübung 2016 in Wilhelmshaven. Mit dabei waren und sind am Freitag und heute Einheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) als Ausrichter, ein dänischer Heimwehrkutter und die Ortsgruppe Wilhelmshaven des Technischen Hilfswerks.
Während der Übung trainieren die Beteiligten vor allem die Koordination grenzübergreifender Einsätze, hieß es aus der DGzRS-Zentrale in Bremen. Das genaue Szenario wird den Rettungseinheiten aus Deutschland und Dänemark erst mit der 'Alarmierung' mitgeteilt, um eine möglichst realistische Ausgangslage zu erzeugen. Koordinierte Suche und Rettung Schiffbrüchiger, ihre medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der Szenarien. Insgesamt nehmen rund 100 Einsatzkräfte an der Übung teil. Neben dem Wilhelmshavener Rettungsboot 'Otto Behr' sind weitere DGzRS-Einheiten auf der Jade im Einsatz, so die Rettungsboote 'Wilma Sikorski' und die 'Caspar Otten', deren Besatzungen von Wangerooge beziehungsweise Langeoog ihre Einsätze fahren, und der Rettungskreuzer 'Hermann Helms' aus Cuxhaven, außerdem eine Einheit der dänischen Marineheimwehr, ein Mehrzweckarbeitsboot des THW beteiligt. Ein Schiff vom Jade-Dienst und der Weserkahn 'Franzius' dienen als fiktive Havaristen. Ausbildungsleiter Jörg Kemna von der DGzRS, der die Übung leitet, sagte: 'Wir können durch eine komplexe Übung wie diese gemeinsame Such- und Kommunikationsverfahren trainieren, was für den Ernstfall wesentlich ist.'
