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Ausstellung im Küstenmuseum Die Tage des Playmobils sind gezählt

Sven-Hinrich Siemers ist Leiter des Küstenmuseums und selbst begeistert, wie spielerisch die Sonderausstellung die Wilhelmshavener Stadtgeschichte(n) vermitteln kann.

Sven-Hinrich Siemers ist Leiter des Küstenmuseums und selbst begeistert, wie spielerisch die Sonderausstellung die Wilhelmshavener Stadtgeschichte(n) vermitteln kann.

BJöRN LüBBE

Wilhelmshaven - „Das Küstenmuseum ist toll, lehrreich und die Playmobil-Ausstellung für Kinder ganz super!“, steht im Gästebuch am Eingang des Museums. Die Familie, die den Eintrag verfasst hat, sei extra aus Bramsche bei Osnabrück angereist, schreibt sie.

Wie alle guten Dinge findet aber auch die Sonderausstellung „Playmobil Stadtgeschichte(n) Wilhelmshaven“ des Küstenmuseums einmal ein Ende. Noch bis zum 12. März stehen die über 5000 Playmobil-Figuren bereit, große und kleine Kinder sowie Erwachsene spielerisch über Teile der Stadtgeschichte zu informieren. „Dass diese Ausstellung den Besucherrekord gebrochen hat, macht uns wahnsinnig stolz“, erzählt Sven-Hinrich Siemers, Leiter des Küstenmuseums.

Seine favorisierte Idee für die Ausstellung wurde leider nicht umgesetzt, lacht der Museumsleiter. Er hätte gern die Deutsche Feldhandball-Meisterschaft aus dem Jahr 1974 in der Sonderausstellung gesehen, dafür hatte sich damals nämlich der TuS Schaar Wilhelmshaven qualifiziert, die damals auch Norddeutscher Meister wurden. Der Playmobil-Diorama Künstler Oliver Schaffer habe sich jedoch dagegen entschieden.

Dennoch sei er noch immer begeistert von dieser Sonderausstellung. Zwar seien es keine eins zu eins Nachbildungen, sondern Inszenierungen, aber das spielerische Lernen funktioniere super – besonders bei Kindern. Auch viele Schulklassen kämen außerhalb der Saison vorbei, um sich so die Historie der Stadt anzuschauen.

Noch bis zum Ende der Sonderausstellung wird es freitags den Familientag geben. An diesen Tagen kostet die Familienkarte nur 10 statt 14 Euro. „Damit wollen wir den Familien, die zur Zeit finanziell zu kämpfen haben, trotzdem die Möglichkeit geben, ins Museum zu kommen“, so Siemers.


Die nächste Ausstellung wartet schon

Leider sei es nicht möglich, die Ausstellung noch ein drittes Mal zu verlängern. „Wir haben schon bei der zweiten Verlängerung überlegt, ob es zu viel sein könnte.“ Die nächste Sonderausstellung zum Thema Schottland stehe auch schon in den Startlöchern. Eröffnet wird sie am 15. April. Zurzeit weilt sie noch in Coburg im Naturkundemuseum. „Wir werden sie allerdings umgestalten und einen Schwerpunkt auf Dunfermline setzen.“ Dunfermline ist eine von Wilhelmshavens Partnerstädten. In der neuen Ausstellung solle dann die Heimat und Region der schottischen Stadt vorgestellt werden. „Schottland hat sich nach der Abspaltung als EU-nahestes Land gezeigt – Europa spielt hier also auch eine Rolle.“  Mit Playmobil wird diese Ausstellung jedoch wenig zu schaffen haben. Sehr viele Fotos und Inszenierungen zur schottischen Archäologie aber auch Naturkunde und die Vogelwelt werden präsentiert, plant der der Museumsleiter. Besonders Rezeptionsgeschichte solle auch eine Rolle spielen: Highland Games, Kilts, Drums and Pipes, Dudelsäcke und schottischer Whiskey. Auch musikalisch soll die Stadt vorgestellt werden: „Ich hoffe, dass ich dafür eine Jukebox bekomme.“ Aber auch die ein oder andere schottische Veranstaltung werde geplant.

Die neue Sonderausstellung werde Kinder dieses mal zwar nicht so intensiv in den Fokus nehmen, dennoch könne sich Siemers vorstellen, dass sich – vielleicht nicht die ganz Kleinen, aber interessierte – Kinder amüsieren könnten, auch, wenn es nicht so viel zum Spielen geben werde.

Playmobil verschwindet nicht gänzlich

Die Playmobil-Ausstellung wird ihre Spuren aber in der Dauerausstellung hinterlassen: Das Friesenhaus, das bereits in der Dauerausstellung steht (siehe Bild), wurde vom Förderverein gekauft und wird auch zukünftig dort zu bestaunen sein.

Alina Zacher
Alina Zacher Volontärin, Wilhelmshavener Zeitung
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