Wilhelmshaven - Das Aqua Toll hat in Schortens bereits für schlaflose Nächte gesorgt - sowohl bei den Verantwortlichen in Politik in Verwaltung als auch bei den Vereinen, die das Bad für ihr Angebot dringend brauchen. Bei einem WZ-Stammtisch saßen am Dienstagabend nun Nutzer und Entscheider an einem Tisch, um gemeinsam mit WZ-Chefredakteur Gerd Abeldt über die Zukunft des Bades und die möglichen Konsequenzen zu sprechen. Dabei wurde deutlich, dass die Chancen für den Erhalt des Bades deutlich gestiegen sind, seitdem der Landkreis sein Hilfsangebot verbessert hat (siehe Kasten). Eine Entscheidung für oder gegen eine Sanierung ist aber noch längst nicht gefallen. CDU und SPD werden erst in der kommenden Woche darüber beraten.

Fest steht, dass das Aqua Toll kein Erlebnisbad mehr sein wird. Entscheidet sich der Rat in seiner Sitzung am 27. März für eine Sanierung, wird ein Sportbad mit kleinem Sauna-Angebot entstehen. Alle anderen Vorschläge wurden bereits ausgeschlossen.

Mit einem Sportbad würden wir eine andere Zielgruppe ansprechen, sagte der Sprecher der Gruppe SPD/FDP, Udo Borkenstein. Dann gehe es um Gesundheit und Sport, damit sei Schortens in der Region konkurrenzlos. Die Verwaltung rechnet mit jährlich 50 000 Besuchern.

Ich denke, es werden deutlich mehr, sagte Eckhard Kaufeld von der DLRG Schortens-Jever. Ein paar Bahnen zu schwimmen, sei in anderen Bädern schwer möglich. Wir hätten eine Marktlücke.

Das Sportbad wäre aber auch für den Trainingsbetrieb ideal. Die Mannschaften, Taucher und der Wasserrettungszug der DLRG sowie die Luftretter des ADAC trainieren im Aqua Toll. Ohne ein Bad wäre ihre Zukunft gefährdet. Alternativen gibt es in der Region nicht, sagte Kaufeld.


Auch für die Schwimmsparte des Heidmühler FC hängt die Zukunft vom Bad ab. Und so war der Verein gleich mit vier Vertretern zum WZ-Stammtisch gekommen.