Wilhelmshaven/Düsseldorf - Seit Mittwoch steht fest: der Bund ist mit der Kapitalerhöhung und dem Erwerb der derzeit noch von Fortum gehaltenen Uniper-Aktien zu 99 Prozent an Uniper beteiligt.
Mitarbeiter extrem verunsichert
Dazu äußert sich Harald Seegatz, der Vorsitzende des Uniper-Gesamtbetriebsrats: „Die Energiekrise mit den außergewöhnlich gestiegenen Preisen und die finanzielle Not von Uniper hat die Belegschaft extrem verunsichert. Zukunftsängste haben sich in allen Unternehmensteilen breit gemacht.“ Der Betrieb sei dennoch aufrecht erhalten worden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien sich der hohen Systemrelevanz für die Bundesrepublik bewusst.
„Die komplette Übernahme durch den Bund ist der richtige Schritt, um unser Unternehmen zu stabilisieren. Uniper mit seinen 5000 Beschäftigten alleine in Deutschland braucht in der Energieversorgung eine dauerhafte Unterstützung“, so Seegatz. „Somit haben wir die Sicherheit für die Beschäftigten auch für die Zukunft und wir können dann auch in der kommenden Zeit wieder neu investieren, um der Bundesrepublik zu helfen, die deutsche und europäische Energieversorgung langfristig und nachhaltig zu sichern – speziell wenn es darum geht, den Umbau von Gas zu grünem Wasserstoff maßgeblich mitzugestalten.“
Optimistischer Blick Richtung Zukunft
Harald Seegatz zeigt sich optimistisch: „Der Bund hat unser Unternehmen gerettet und nun schauen wir nach vorne, um an einer gemeinsamen Zukunft zu arbeiten. Im Interesse des Bundes, der Kunden aber auch der Beschäftigten.“ Abschließend sagt er: „Der Bau des ersten LNG-Terminals in Deutschland, die Rückkehr unserer Kohlekraftwerke zur Versorgungssicherheit an den Markt, die großen Projekte zum Aufbau einer Wasserstoffversorgung in Deutschland zeigen, dass wir weiterhin an der Lösung zur Versorgungssicherheit von Deutschland arbeiten.“
Der gebürtige Wilhelmshavener Harald Seegatz ist Vorsitzender des Uniper-Konzernbetriebsrats und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Uniper SE.
