WILHELMSHAVEN - Das '21. Festival der Kleinkunst' und die gemeinsame neue Kulturreihe der Landesbühne und des Pumpwerks 'Große Kleinkunst' präsentieren am Donnerstag, 14. Januar, um 20 Uhr im Stadttheater das Düsseldorfer Kom(m)ödchen-Ensemble.

Nach 'Couch', 'Sushi' und 'Freaks' geht das Kom(m)ödchen mit 'Deutschland gucken' neue Wege: Daniel Graf und Martin Maier-Bode bilden zusammen mit Maike Kühl und Heiko Seidel das neue Vierer-Ensemble. Alle vier gehen mit riesiger Spielfreude ans Werk und ergänzen sich ganz wunderbar. Man darf sich auf ein rasantes Stück Kabarett mit musikalischen Einlagen und absurden Überraschungen freuen. Dass es hinterrücks politisch wird, dafür sorgt das bewährte Autorenteam: Erdacht und geschrieben wurde das Stück von Dietmar Jacobs, Martin Maier-Bode und Christian Ehring. Und schwungvoll in Szene gesetzt ein Mal mehr von Regisseur Hans Holzbecher.

Das Kom(m)ödchen ist schon ein Phänomen. Seit über acht Jahren spielen sie hier das Stück 'Couch – Ein Heimatabend'. Auch die Folgeproduktionen 'Sushi' und 'Freaks' sind Dauerbrenner geworden. Alle drei Programme laufen weiterhin fröhlich im Spielplan nebeneinander her. Angesichts dieses Erfolgs hätte das von Kay S. Lorentz geführte Haus nicht unbedingt etwas Neues aus der Taufe heben müssen. Hat es aber glücklicherweise doch. Am 23. Oktober 2014 schlug die Premierenstunde von 'Deutschland gucken'. So waren denn die Düsseldorfer Premierengäste hoch zufrieden mit diesem witzig-irrwitzigen, lautstark bejubelten Abend. 'Kann man wieder bedenkenlos weiterempfehlen', schwärmte am Ausgang eine Besucherin zur anderen.


Ein paar Dinge sind eben doch konstant im Leben. Zum Beispiel, dass die drei Freunde Dieter, Bodo und Lutz sich gemeinsam alle Deutschland-Spiele im Fernsehen ansehen. Immer zu dritt, immer die alte Gang, ein nie hinterfragtes Ritual, schätzungsweise seit dem Paläozoikum. Zusammen sind sie 2006 gegen Italien ausgeschieden, haben 2002 gegen die Faröer gezittert und 2014 den vierten Stern geholt. Auch wenn die Gemeinsamkeiten zwischen den dreien bei genauerem Hinsehen gar nicht so groß sind: Lutz mag keine Menschen und verweigert sich seit Jahren jedem Leistungsgedanken. Dieter ist ein hart arbeitender Familienvater, der vor lauter Rödeln kaum zum Nachdenken kommt. Bodo wiederum hat geerbt und könnte den ganzen Tag nachdenken. Wenn er nur wüsste, worüber.

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