Wilhelmshaven - Schortens - Sie ist das Gesicht der Hausaufgabenhilfe und#132;Durchblickund#147; in Schortens. Ellen Ritter war schon dabei, als die Diakonie Oldenburg Mitte der Neunziger ein Programm zur Eingliederung jugoslawischer Kriegsflüchtlinge auflegte. Während auf dem Balkan ein blutiger Bürgerkrieg tobte, versuchten in Deutschland Hilfsorganisationen der wachsenden Anzahl an Flüchtlingen aus den jugoslawischen Teilrepubliken Herr zu werden und ihnen zu helfen. Die Bundesrepublik Deutschland hatte damals rund 50 Prozent (350 000) der Bürgerkriegsflüchtlinge aufgenommen, die auf das Land verteilt worden waren.
Im gesamten Oldenburger Land organisierte die Diakonie unter anderem Hausaufgabenhilfen, um den ausländischen Kindern das Leben in einem fremden Land und in einer fremden Sprache zu erleichtern.
Als die ausgebildete Grund- und Hauptschullehrerin Ellen Ritter von dem Projekt hörte, meldete sie sich bei der Diakonie und gründete gemeinsam mit der Schortenser Frauenbeauftragten Doris Fuhlbohm, der Diakonie und anderen Schortenser Bürgerinnen den und#132;Durchblickund#147;. Das Projekt startete zunächst an den Grundschulen Heidmühle und Roffhausen und wurde von der Diakonie und der Gemeinde Schortens bezuschusst.
Damals mussten 50 Prozent der betreuten Kinder Ausländer sein, denn gerade diesen sollte geholfen werden. Die Hausaufgabenhilfe kam bei den Eltern und Lehrern so gut an, dass sich immer mehr Grundschulen daran beteiligten. Aber natürlich war sie trotzdem kein Selbstläufer, sondern benötigte einen Motor und dieser heißt seit der Gründung Ellen Ritter.
Seit den frühen Neunzigern steht ihr Name für die Betreuung von Grundschülern im Anschluss an den Unterricht. Sechs der sieben Grundschulen in Schortens profitieren mittlerweile von dem Projekt, das längst nicht mehr von der Diakonie getragen wird.
