Wilhelmshaven - Begrüßt von vielen Angehörigen der Soldaten kehrte am Sonnabend Vormittag die Fregatte Emden nach Wilhelmshaven zurück. Das Schiff war vier Monate auf See Teil des Einsatz- und Ausbildungsverbands (EAV), in den auch die Fregatte Hessen und der Einsatzgruppenversorger Frankfurt am Main eingegliedert waren. Insgesamt beteiligte sich die Deutsche Marine mit 700 Frauen und Männern an verschiedenen Manövern.

Die gestellten Aufgaben wurden zur Zufriedenheit erfüllt, Wind und Wetter spielten mit, resümierte kurz nach dem Festmachen an der Ostmole Emden-Kommandant Fregattenkapitän Jörg-Michael Horn, als die Familienangehörigen über die Stelling an Borg gestürmt waren.

Zu den Wartenden zählte auch die Familie von Kapitänleutnant Marco Ludwig. Michaela Ludwig und ihre Kinder Dominique, Svea und Liane freuten sich auf das Wiedersehen mit dem Familienvater. Eines stehe jetzt schon fest: Demnächst gibt es Curry-Wurst mit Pommes, das isst mein Mann am liebsten. Einen Reparaturstau müsse er nicht befürchten. Wenn er auf See ist, bekomme ich das auch allein hin, sagte die Hohenkirchenerin lachend.

Die Route führte den Einsatz- und Ausbildungsverband über Häfen in Großbritannien, Norwegen, Portugal, Irland, Frankreich und Spanien an die amerikanische Ostküste. Flaggschiff war die Fregatte Hessen, die Ende Juli im Heimathafen festmachen wird. Auf ihr fährt der Komandeur des Verbandes, Kapitän zur See Christoph Müller-Meinhardt.

Während dieser Seefahrt hatten angehende Offiziere die Möglichkeit, die Bordorganisation und den Bordalltag der Emden intensiv kennen zu lernen. Je acht Wochen waren 22 bzw. 24 Offiziersanwärter (OA) an Bord. Ziel war es, ihnen einen realistischen Eindruck von ihrem zukünftigen Berufsfeld zu vermitteln und sie an die Seefahrt und den Dienst in der Flotte heranzuführen. In Halifax ging die letzte OA-Gruppe von Bord.


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Hartmut Siefken
Hartmut Siefken Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung