Wilhelmshaven - Alles neu macht der Mai: Diese Redensart trifft für den Kleingartenverein (KGV) „Wochenend“ gleich mehrfach zu. Einerseits erwecken die Pächter ihre Parzellen seit einiger Zeit wieder aus dem Winterschlaf, andererseits gibt es seit dem vergangenen Wochenende einen neuen Vorstand.
An der Spitze steht fortan Waltraut Landwehr. Sie erhielt auf der Jahreshauptversammlung das Vertrauen der Mitglieder. Und das auf sie und ihr Team einiges an Arbeit zukommen wird, zeigte sich bereits während der Zusammenkunft im Vereinsheim.
Dort entwickelte sich nämlich erneut eine recht hitzige Debatte um das im vergangenen Jahr erteilte Verbot für Trampoline und Pop-Up Pools. Aber auch die Sauberkeit der einzelnen Gärten war eines der Themen, die es jetzt für den neuen Vorstand vordergründig anzugehen gilt.
Wieder Harmonie in die Anlage bringen
„Wir müssen das alles neu aufgreifen und gemeinsam eine Lösung finden. Erste Gespräche mit Betroffenen gab es bereits. Zudem ist es wichtig, dass wir die soziale Kälte hinter uns lassen und wieder Harmonie in die Anlage bringen“, sagte Landwehr, die seit 13 Jahren im KGV Mitglied ist, auf Nachfrage. Aus diesem Grund hat sie sich auch zur Wahl gestellt, nachdem sie bereits sechs Jahre im erweiterten Vorstand tätig war. „Ich liebe den Garten, die Nachbarn und die Kinder und möchte hier ein gutes Miteinander.“
Zugleich betont die neue Vorsitzende, dass der Kleingartenverein unter keinen Umständen kinderfeindlich sei, wie es mitunter den Eindruck gemacht haben könnte. Ganz im Gegenteil, es seien alle Menschen sehr gerne gesehen. „Wir sind offen und transparent. Daher tut es mir auch noch mehr leid, dass wir das Kinderfest in diesem Jahr noch nicht wieder veranstalten können, weil der Vorlauf, um es auf die Beine zu stellen, einfach zu kurz ist. Im nächsten Jahr dann aber wieder.“
Gespräche werden gesucht
Dass vieles nicht von heute auf morgen wieder zu 100 Prozent funktionieren kann, dürfte allen Beteiligten klar sein. Dennoch scheint Hoffnung auf ein besseres Klima aufzukommen. „Wir sind zuversichtlich, dass die Kommunikation auch unter den Pächtern wieder besser läuft. Und wie es mit den Pools und Trampolinen weitergeht, muss sich in den Gesprächen zeigen. Wir werden uns damit weiter intensiv beschäftigen“, sagte Yana Himmelspach. Gemeinsam mit anderen Familien hatte sie sich gegen das Verbot der Geräte in den Parzellen gewehrt. Jetzt gehört sie zudem als Revisorin dem erweiterten Vorstand an.
Der bisherige Vorsitzende Egon Janßen und der kommissarische zweite Vorsitzende Ralf Hasse standen bei der jüngsten Wahl nicht mehr zur Verfügung. Hasse hatte sich bereits im Vorfeld zurückgezogen, ohne den Vorstand darüber zu informieren, was scharf kritisiert wurde.
Das neue Team um Vorsitzende Waltraut Landwehr wird derweil ergänzt von Sabine Hecker (2. Vorsitzende), Oberobmann Paul Darby, Bauobmann Bernhard Landwehr, Schriftführerin Beate Müller sowie den Revisorinnen Michelle Gauthier, Cäcilie Methner und Yana Himmelspach. Mit Michaela Rekewitsch gibt es jetzt zudem eine Ansprechpartnerin für interkulturelle Angelegenheiten.
Auszeichnung für Treue und besondere Dienste
Für ihre Treue wurden Mitglieder im Zuge der Jahreshauptversammlung geehrte.
Seit 15 Jahren dabei sind Petra Kinski, Friedrich Tholen, Johann Resenberg, Silvia Hoffmann, Wolfgang Stern, Alexander Bechthold, Aoya Mischael, Ronald Kurz, Jürgen-Jan Zelewski, Jörg Michael Bolinius, Friedrich Probst, Egon Fischer und Harro Janßen.
Seit 25 Jahren die Treue halten Peter Töws, Renate Koch, Michael Knof und Heiner Janssen.
Für 40 Jahre Treue geehrt wurden Jürgen Mann , Fred Sawallisch und Peter Rachfall. Wolfgang Schubert ist sogar schon seit 50 Jahren Mitglied im KGV „Wochen-end“.
Für besondere Dienste im Verein die silberne Ehrennadel und eine Urkunde erhielten Silvia Nienaber, Wolfgang Stern, Waltraut und Bernhard Landwehr sowie Egon Janßen. Reinhold Müller erhielt für seine besonderen Dienste die goldene Ehrennadel und eine Urkunde.
