WILHELMSHAVEN - Als Kunst-Event hat sich das Street-Art-Festival in Wilhelmshaven fest etabliert. Die dritte Auflage zog an diesem Wochenende die Menschen in schieren Massen in die Innenstadt. Zehntausende kamen, um den internationalen Kunstmalern bei der Arbeit über die Schulter zu sehen und die fertigen Arbeiten zu bewundern.

Wie in den Jahren zuvor zog sich das 3. Internationale Street-Art-Festival durch die gesamte Innenstadt. Mehr als 75 Künstler aus aller Welt hatten sich beworben, von denen 40 Straßenkünstler aus zehn Nationen ihr Können zeigen durften und das Publikum und die Jury durch ihre erstklassigen Fertigkeiten beeindruckten. Bekannte Gesichter aus Deutschland wie Kathrin Holdorf und das Vater-Tochter Duo Wilfried und Melina Berg oder die italienische Preisträgerin Vera Bugatti waren dabei.

Für einige Künstler war das Festival allerdings eine Premiere, so zum Beispiel für den Inder Mukesh Kumar, für Cesar Paredes Pacora aus Peru und Filip Mrvelj aus Kroatien. Aus vier Arealen bestand das Festivalgelände. In der Marktstraße und erstmalig auch in der Nordseepassage waren die Kopisten aktiv, die freien und die 3D-Künstler. Auf der Bahnhofsstraße, der sogenannten Rambla, hatten die Kinder und Jugendlichen sowie die Bodypainter ihren kreativen Bereich. Der Valois-platz, von der internationalen Presse zum Valoissquare ernannt, wurde einmal mehr mit einer besonderen Straßenmalerei verziert.


Hier war nach dem Fest, gemalt durch die Holländer Peter Westerink, Leon Keer, Ruben Poncia und Remko van Schaik ein faszinierendes 3D- Bild mit detaillierten Einblicken in die 3D-Malerei zu erkennen. Unterstützt wurden die vier von Juandres Vera aus Mexico und Tony Cuboliquido aus Italien. Dem einen oder anderen werden die Namen bekannt vorkommen, denn alle sechs Künstler haben schon mindestens bei einem Wilhelmshavener Street-Art- Festival mitgewirkt.

Ein 'lebendiges 3D-Straßenbild', eine Hafenszene mit Piratenschiff als Weltpremiere, das vom Straßenmaler Gregor Wosik und dem Bodypainter Jörg Düsterwald auf der Rambla gestaltet wurde, fand ebenfalls große Beachtung. Hier ist passend zum Motiv des Bildes das Model Katharina als Galionsfigur integriert worden, um diesem den lebendigen Charakter zu geben.

Drei weitere Bodypainting-Teams waren aktiv. Sie setzten sich mit dem Thema 'Wilhelmshaven' auseinander und ihre Models wurden dementsprechend gestaltet. Die 'Ergebnisse' dieser kreativen Körperbemalung bewegten sich über das Festivalgelände. Auch junge Nachwuchskünstler auf der Rambla in der Bahnhofstraße konnten ihrer Fähigkeiten unter Beweis stellen. Erstmalig war das Modehaus Leffers dabei, mit einer Kinder-Schaufenster-Aktion.

Der verkaufsoffene Sonntag ergänzte das Programm in der City, wie auch das Pumpwerk-Open-Air-Konzert am Samstagabend im Pumpwerk-Park.

Dort traten neben anderen der Weltstar und Frontman der englischen Band 'Ultravox', Midge Ure, sowie die Top-Rockgruppe 'Selig' und die Hamburger Rockröhre Cäthe auf. Im Rahmenprogramm spielten außerdem die Groove Onkels und die Gewinnerband des 'Jade-Vision-Bandcontests', Audiowolf.