Wilhelmshaven - Auch die modernsten Fregatten der Marine kommen langsam in die Jahre. Die Indienststellung des Typschiffs Sachsen jährt sich Ende 2014 zum zehnten Mal, die Entwürfe der drei Schiffe sind noch deutlich älter. Bei der Hardware, aber auch im Software-Bereich, ist die Entwicklung mit hoher Geschwindigkeit vorangeschritten. Das ist alles nicht mehr lange versorgbar, heißt es aus Marinekreisen. Die Ersatzteilbeschaffung wird zunehmend schwieriger.
Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat deshalb Atlas Elektronik und Thales Deutschland beauftragt, das Einsatzsystem der drei Fregatten zu modernisieren. Kürzlich haben die beiden Geschäftsführer in Koblenz den entsprechenden Vertrag unterschrieben. Das aus den beiden Unternehmen bestehende Konsortium Hardwareregeneration CDS F124 soll nach eigenen Angaben bis 2017 die Hardware des Combat Direction System (CDS, entspricht Führungs- und Waffeneinsatzsystem) erneuern sowie die entsprechende Software anpassen und modernisieren.
Ohne Führungs- und Waffeneinsatzsystem oder CDS wäre ein modernes Kriegsschiff nicht einsatzfähig. Hiermit werden die Daten der Sensoren (z.B. Radar) aufbereitet, interpretiert und als Lagebildinformation präsentiert (z.B. auf einem Computerbildschirm).
