Wilhelmshaven - „Eine glatte Lüge“ – so nennt SPD-Mitglied Stephan Frey die Aussage des Ortsvereinsvorsitzenden in Heppens, Volker Block, dieser habe nichts von der Vorgeschichte Freys als Ex-Grüner, Ex-Linker, als Gegenkandidat des SPD-Landesvorsitzenden Ralf Stegner und als Beschuldigter in einem Prozess um den Verkauf fragwürdiger Adelstitel gewusst.

Frey beschuldigt Block, ihn zu Intrigen gegen Amtsträger der SPD angestiftet zu haben, auch zu einer Schmutzkampagne gegen die Abgeordnete Siemtje Möller und ihre Mitarbeiterin Dörthe Kujath.

Block hatte gegenüber dem SPD-Kreisvorstand Wilhelmshaven daraufhin Freys Glaubwürdigkeit in Frage gestellt und auf dessen Vita verwiesen, von der er aber erst jetzt erfahren haben will.

Stephan Frey erklärte am Mittwochabend, er könne etliche Belege liefern, dass Block über seine Vorgeschichte von Anfang im Bilde gewesen sei. Schließlich habe der ihn als Honorardozent beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft in Wilhelmshaven eingestellt. Frey hat in schriftlichen Stellungnahmen und in einer eidesstattlichen Erklärung detailliert geschildert, wie die Zusammenarbeit zwischen ihm und Block begonnen und wie man gemeinsam Pläne entwickelt habe, Block als möglichen Oberbürgermeisterkandidaten, Bundestags- oder Landtagskandidaten ins Spiel zu bringen. Man habe andere dazu provozieren wollen, Fehler zu machen.

Frey nennt als mögliche „Opfer“ Siemtje Möller, den SPD-Vorsitzenden Marten Gäde und seine Stellvertreterin Nora Lange sowie Geschäftsführer Andre Borowsky. Aber er nennt auch Mittäter. Neben Block soll auch Karlheinz Föhlinger, Vorsitzender des Ortsvereins West, an den Intrigen beteiligt gewesen sein. Frey erklärte auch, er wolle Spekulationen entgegentreten, er habe gar nicht in Wilhelmshaven gewohnt. Bis zu seinem Umzug im Oktober 2018 habe er in der Friederikenstraße in Heppens gelebt. Heute wohnt er in Mecklenburg-Vorpommern.


Seit er nicht mehr in der Jadestadt lebe, sei er dennoch weiter für Block tätig gewesen, das könne er durch Schriftwechsel belegen. Auch sein Vorgehen gegen die Wahl der SPD-Doppelspitze sei auf Initiative Blocks erfolgt.