Wilhelmshaven/Friesland - Die GEW (Wilhelmshaven) und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) arbeiten bei der Wasserversorgung künftig zusammen.
Die Leitung ist drei Kilometer lang und hat einen Durchmesser von 40 cm: Auf den ersten Blick eine Kleinigkeit. Doch dahinter steckt Großes. Durch diese Leitung pumpt GEW jetzt jährlich 1,5 Millionen m³ Trinkwasser ins Netz des OOWV, um dessen Bedarf zu decken. Es ist nicht nur eine betriebliche, sondern ebenso eine interkommunale Kooperation.
Zwei Millionen Euro hat der OOWV, 1,2 Millionen die GEW investiert. Die Leitung verläuft vom Wasserwerk Kleinhorsten (GEW) ins drei Kilometer entfernte OOWV-Netz. „Wir mussten eine neue Leitung bauen, weil die bestehende in einer geringeren Druckstufe betrieben wird“, erklärt GEW-Geschäftsführer Josef Thomann. Sei Unternehmen arbeite mit drei, der OOWV mit sechs Bar. Um den Trassenverlauf habe sich der Partner gekümmert. „Dabei dieser Kooperation geht es um viel mehr als um eine Wasserleitung. Sie ist Ausdruck gemeinsamer Daseinsvorsorge für die Region. Bei Bedarf sind wir gerne bereit, noch mehr Wasser zu liefern“, so Thomann.
Auch OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht betont die Bedeutung des Projektes für die Versorgungssicherheit in der Region. Seit Jahren steige der Wasserbedarf. Die „Trockenjahre“ in der jüngeren Vergangenheit hätten auch hier das Thema Wasserknappheit stärker in den Fokus gerückt. Wasserversorgung aber sei immer auch mit einem Eingriff in die Natur verbunden. Ein „immer mehr und immer weiter“ könne es nicht geben, so Specht. „Wichtig ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource. „A und O sind Kooperationen und Vernetzungen von Infrastrukturen.“ Langfristig werde der Bedarf des OOWV um weitere 10 bis 20 Mio. m³ steigen, weshalb auch ein weiteres Wasserwerk angedacht sei.
Als „regionalhistorisch bedeutsam“ bewertet Frieslands Landrat Sven Ambrosy, zugleich Vorsteher des OOWV, die Kooperation. „Kommunale Versorger sind für die Daseinsvorsorge unheimlich wichtig. Hier sind wir sehr gut aufgestellt. Jetzt sind Wilhelmshaven und Friesland auch im Wasserbereich Partner. Davon profitieren die Bürger als allererste. Das ist eine sehr gute Botschaft“, so Ambrosy.
Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist ergänzte, dass die Kooperation von großem Vertrauen geprägt sei.
„Mit jeder Zusammenarbeit zwischen Friesland und Wilhelmshaven wird die gemeinsame Basis stabiler. Mit dieser haben die Bürger eine hohe Verlässlichkeit, was die Qualität und Quantität ihres Trinkwassers betrifft.
