Wilhelmshaven - In der Silvesternacht ist ein fünfjähriges Kind in Wilhelmshaven durch eine unsachgemäß abgefeuerte Feuerwerksrakete verletzt worden. Der Feuerwerkskörper geriet dem Kind unter die Jacke, wie die Stadt mitteilte. Es erlitt Brandverletzungen im Beinbereich und wurde zur Behandlung ins Klinikum gebracht. Noch vor Ort stellte die Polizei zwei Tatverdächtige fest. Noch ist unklar, wer der beiden Männer die Rakete gezündet hat.
In der Weidenstraße musste die Polizei in der Silvesternacht erneut einschreiten. Ein 33-Jähriger und ein 38-Jähriger werden beschuldigt, einen 24-Jährigen mit Feuerwerkskörpern beworfen zu haben. Der junge Mann erlitt dadurch oberflächliche Verletzungen im Gesicht. Die Polizei hat entsprechende Strafverfahren eingeleitet.
Für die Feuerwehr war es ansonsten eine „fast normale Silvesternacht“, wie Stadtsprecherin Julia Muth an Neujahr mitteilte. Was jedoch nicht bedeutet, dass es wenige Einsätze gab, denn wenn Feuerwerkskörper im Spiel sind, gibt es für die Einsatzkräfte meistens was zu tun. Konkret gab es zwischen 23 Uhr an Silvester und 5 Uhr an Neujahr insgesamt acht kleinere Brände, die im Stadtgebiet gelöscht werden mussten. Dabei handelte es sich um Müllcontainer, Hecken und Strauchwerk. Diese konnten von der Feuerwehr schnell gelöscht werden.
Außerdem hatte es einen Fehlalarm in einem Einkaufszentrum in der Innenstadt gegeben, weil die Brandmeldeanlage durch den Rauch eines Feuerwerkskörpers ausgelöst hatte.
Außerdem musste der Rettungsdienst einen Mann versorgen, der sich beim Versuch, eine Feuerwerksrakete aus der Hand zu zünden, ebenfalls schwer verletzt hatte.
Hinweis: In einer vorherigen Version des Artikels hieß es, dass das Kind von einer Rakete verletzt wurde, die aus der Hand abgefeuert wurde. Tatsächlich handelte es sich dabei um zwei verschiedene Fälle, die nichts miteinander zutun hatten. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
