Wilhelmshaven - Das Lichterfest im Rosarium, das am Wochenende zugleich das Saisonende markiert, fand erneut großen Zuspruch. Kinder freuten sich besonders aufs Laternelaufen. Der sechsjährige Mark Wallstein stand aufgeregt am Eingang und verteilte dazu Liederzettel, damit jeder „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ mitsingen konnte. Seine Laterne hatte der Kleine gegen Leuchtbrille und -schwert getauscht.
„Wir gehen hier sehr gerne spazieren, und damit alles so schön bleibt, schlug Mark vor, dem Verein beizutreten“, blickte seine Mutter Anett Wallstein zweieinhalb Jahre zurück. Nun säubert die 38-Jährige Beete, legt neue an und pflegt die Wege. „Fast jeden Samstag sind wir mit dabei, damit man das ganze Jahr über unser Werk sieht“, fügte sie an.
Sechs Kilogramm Teig für Stockbrot
Die Aktiven des Rosariums bereiteten für den ersten Abend sechs Kilogramm Teig für Stockbrot zu. Davon waren in der ersten Stunde schon vier Kilogramm verbraucht. „Das Tolle ist, dass die Kinder so geduldig sind und mit allen Sinnen erleben, dass aus Teig hinterher Brot wird“, fand eine Helferin. Zudem sorgte der Angel- und Naturschutzverein für Kulinarisches. So wurden den Gästen Miesmuscheln sowie süß-saurer Fisch mit Bratkartoffeln geboten.
Theda Harms-Thiemann, die gärtnerische Leiterin, freute es, dass die Sonne am Freitag als große Laterne am Himmel stand. Als weitere Höhepunkte nannte sie die Auftritte der WSSV-Tanzgruppe „Impulse“, deren Mitwirken wegen regenempfindlicher Kostüme aber wetterabhängig sei. „Es war eine gute Saison mit vielen, vielen Besuchern aus ganz Deutschland“, sagte sie rückblickend. Das Rosarium werde zum Touristenmagneten und oft weiterempfohlen.
Events als wichtige Einnahmequelle
„Wir konnten einige Mitglieder hinzugewinnen, die im Garten und im Hochzeitsteam sehr fleißig sind“, fuhr Harms-Thiemann fort. Insgesamt gab es 2022 70 Hochzeiten, davon sogar drei hintereinander. Dies seien wichtige Einnahmequellen, wie auch das Lichterfest, das nur 2021 ohne Eintritt angeboten wurde. „Die Elektrik muss neu, die machte uns die vergangenen Tage viel Stress“, erklärte die Gärtnerin von den Vorbereitungen durch die rund 25 Aktiven.
In der abgelaufenen Saison wurde der Bachlauf fertiggestellt, zwei neue Sitzplätze entstanden, an Wegen und Elektrik wurde gearbeitet, und was an Rosen und Blumenzwiebeln gesetzt wurde, wird man im Frühjahr 2023 bewundern können. Nicht zu ersetzen seien hingegen alte Bäume, die von Stürmen entwurzelt wurden, wie Harms-Thiemann bedauerte.
Lieferschwierigkeiten gebe es nicht, denn manches Material, wie Steine, würden innerhalb der Stadt wiederverwendet. Zum Lichterfest kam derweil stromsparende LED-Technik zum Einsatz.
