Wilhelmshaven - Erdgaskunden müssen ab Januar 2021 mehr bezahlen. Denn das Brennstoffemmissionshandelgesetz (BEHG) des Bundes verteuert fossile Brennstoffe. Energieversorger wie GEW Wilhelmshaven sind verpflichtet, Emmissions-Zertifikate für die durch den Erdgasverbrauch entstehenden CO
GEW-Geschäftsführer Josef Thomann hätte sich im Vorfeld eine bessere Information der Bürger über das BEHG und seine Folgen gewünscht. „Nun müssen wir als GEW Wilhelmshaven unseren Kunden vermitteln, was die Regierung in Berlin da beschlossen hat.“ Dabei seien die Details für den Zertifikatehandel nach BEHG noch in der Schwebe.
Zusätzlich steigen auch die staatlich regulierten Netzentgelte. Damit werde der Anteil an den Energiepreisen, den GEW selbst beeinflussen kann, erneut kleiner. Beim Erdgas liege dieser Preisanteil nun bei 45 Prozent
Günstig eingekauft
Konkret betrage die Preiserhöhung so 0,35 Cent (brutto) pro Kilowattstunde – wenn man die zeitlich befristete Mehrwertsteuersenkung aus dem zweiten Halbjahr 2020 unberücksichtigt lasse. Diese Senkung habe GEW übrigens zu 100 Prozent weitergegeben.
Im Tarif der Grundversorgung „Havengas basis“ zahle der Kunde ab Januar 2021 pro Kilowattstunde 6,21 Cent (brutto), im günstigsten „Havengas für uns“ 5,87 Cent (Brutto); der Leistungspreis in beiden Tarifen von je 14 Euro (brutto) pro Monat bleibe hingegen unverändert.
Im Durchschnitt 4,40 Euro mehr
Ein Durchschnittshaushalt von GEW-Erdgas-Kunden mit einem Jahresverbrauch von 15 000 Kilowattstunden muss deshalb im kommenden Jahr monatlich rund 4,40 Euro mehr bezahlen als bisher.
Mit dem Gesetz will die Regierung Anreize zur Senkung des CO
Beim Strom kann GEW den Preis konstant halten. „Hier könnte es sich für Verbraucher lohnen, von der Grundversorgung mit ,Havenstrom basis‘ in den Tarif ,Havenstrom für uns‘ zu wechseln“, so Kucklick. „Ab einem Jahresverbrauch von 1500 Kilowattstunden sollte man ein individuelles Angebot anfragen.“
