Wilhelmshaven - Noch sind die Gas- und Strompreise stabil, zum Jahreswechsel wird sich das aber ändern. Der kommunale Energieversorger GEW warnt in einer Mitteilung vor einer hohen Belastung für Haushalte: „Heizen wird künftig teurer werden. Wie weit nach oben sich die Preisspirale drehen wird, kann derzeit zwar noch niemand verlässlich vorhersagen, aber Experten gehen von über 60 Prozent höheren Gaspreisen aus.“
Wie lange bleibt der Gaspreis noch stabil?
Die GEW betrachte mit großer Sorge, welche hohen Belastungen auf private Haushalte zukommen werden, sagt Geschäftsführer Josef Thomann. Bis Jahresende bietet die GEW noch stabile Preise, dann werde der Energieversorger aber nicht um eine Erhöhung herumkommen.
Während andere Energieversorger ihre Preise laut Pressemitteilung teils schon mehrfach erhöht hätten, profitierten GEW-Kunden von der langfristigen Beschaffung von Strom und Gas. „Wir kaufen unsere Energie schon weit vor Beginn eines Lieferjahres ein“, sagt Thomann. Aus diesem Grund könne die GEW die Preise aktuell stabil halten – solange die Bundesnetzagentur nicht formal einen tatsächlichen Versorgungsengpass festgestellt hat.“ Trete dies ein, würden sich innerhalb von einer Woche die Verbraucherpreise sprunghaft ändern. Darüber hinaus könnte sich auch eine neue staatlich veranlasste Umlage für die Befüllung der Gasspeicher noch in diesem Jahr auf den Preis auswirken.
Womit lässt sich einfach Gas sparen?
Laut GEW muss nicht immer viel Geld in die Hand genommen werden, um eine Immobilie energieeffizient zu gestalten. So sei das Einsparpotenzial bei der bestehenden Heizungsanlage groß. Oft reiche ein Optimierungscheck oder eine Modernisierung durch einen hydraulischen Abgleich. Dies übernehmen Fachhandwerker.
Wie entwickeln sich die Strompreise?
Bessere Nachrichten gibt es bei den Strompreisen: Mit dem Wegfall der EEG-Umlage ist der Strom für die privaten Haushalte seit dem 1. Juli erst einmal etwas günstiger geworden. „Den Wegfall dieses Preisbestandteils reichen wir eins zu eins an unsere Kunden weiter“, sagt Thomann. Für einen durchschnittlichen Haushalt in der Grundversorgung mit einem Verbrauch von 2500 Kilowattstunden pro Jahr bedeute dies eine Ersparnis von 110,76 Euro (brutto) im Jahr. Das sind etwa 14 Prozent. Zum Jahreswechsel sieht die GEW allerdings auch in diesem Bereich wieder steigende Preise.
