Wilhelmshaven - Der Januar ist immer die Zeit der Neujahrsempfänge, so auch bei der Bundeswehr mit ihren drei Teilstreitkräften in Wilhelmshaven, wo der Standortälteste und Kommandeur des Marineunterstützungskommandos, Fregattenkapitän Rolf Hoppe am Donnerstag die zahlreichen Gäste begrüßte. In seinen Eröffnungsworten entschuldigte er zunächst das Fehlen des Kommandeurs der Einsatzflottille 2, Flottillenadmiral Axel Schulz, der sich auf einer Dienstreise befindet. Fregattenkapitän Hoppe begrüßte neben dem Kommandeur des Logistikzentrums der Bundeswehr, Brigadegeneral Klaus-Dieter Cohrs und dem Kommandeur des Marineunterstützungskommandos, Kapitän zur See Matthias Michael Potthoff, weitere Vertreter der Bundeswehr sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft im Gorch-Fock-Haus.
Verbundenheit
Deren Anwesenheit wurde als positives Signal für die tiefe Verbundenheit der öffentlichen Verwaltung, Wirtschaft und Politik mit den Streitkräften am größten Standort der Bundeswehr gewertet. Er erinnerte an das Jubiläumsjahr der Marine im vergangenen Jahr und auch an die große Anteilnahme der Bevölkerung in Wilhelmshaven und im Landkreis Friesland gegenüber der Marine und der Bundeswehr insgesamt, was bei den Veranstaltungen wie dem Rückkehrerappell auf dem Rathausplatz zu erkennen war. Der Kommandeur des Marineunterstützungskommandos, Kapitän zur See, Matthias Michael Potthoff, nannte in seiner Rede als Themenschwerpunkte die Vorstellung des Marineunterstützungskommandos, den operative Aufgabenbereich der Marine und die unruhige Weltlage mit ihren Krisenherden.
Sicherheitspolitik
„Unsere Sicherheitspolitik muss neu verordnet werden, denn mit dem russischen Angriff auf die Ukraine und dem Konflikt in Israel und dem Gazastreifen sowie die Angriffe der Huthi-Milizen auf zivile Schiffe im Roten Meer ist auch Deutschland betroffen“. Im Roten Meer sind maritime Kräfte im Einsatz und die Europäische Union plant eine Mission zur Sicherung des Schiffsverkehrs im betroffenen Seegebiet, an der sich auch eine deutsche Fregatte beteiligen wird. Wichtig ist für die Bundeswehr allgemein: die Personalgewinnung und -strukturierung. In diesem Jahr wird die Marine wieder mit dem Großvorhaben „Indo-Pacific Deployment“ im Indisch-Pazifischen Raum Flagge zeigen. Das Marineunterstützungskommando (MUKdo) ist eine Kommandobehörde der Deutschen Marine und stellt die Einsatzbereitschaft und Einsatzfähigkeit der Flotte sicher. Es verfügt über militärische und zivile Dienstposten an 16 Standorten mit Schwerpunkten im Raum Wilhelmshaven und Eckernförde und in den USA befindet sich eine Außenstelle, die der Verbindung zur US Navy sicherstellt, klärte der Kommandeur die Gäste auf.
