Wilhelmshaven - „Die Fans sind da. Das Licht geht an, mal sehen, ob die Band spielen kann. Wir sind ganz schön aufgeregt, mal schaun wer es erträgt. Das Schlagzeug knallt, der Bass erdröhnt, die Gitarre ist auch dabei und wir fühln uns frei. Komm, komm, wir rocken jetzt, bis die größte Box zerfetzt. Wir tanzen in den Tag hinein, ja so muss das sein“ – Das sind die ersten Zeilen des knapp zweieinhalb-minütigen Liedes „Wir rocken jetzt“, das im Rahmen des Ferienprojektes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundes entstanden ist.
Fünf Tage, 16 Grundschüler, ein Song
Mit dem Programm fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung außerschulische Angebote der kulturellen Bildung. In Bündnissen für Bildung setzen lokale Akteure Projekte für Kinder um, die einen eingeschränkten Zugang zu Bildung haben. Bereits im vergangenen Jahr konnte das Projekt das erste Mal zusammen mit Wilhelmshavener Grundschülern ausgearbeitet werden. In diesem Jahr ging es weiter. Jeweils acht Schüler von der Havenschule und der Grundschule Stadtmitte unter der Leitung der Städtischen Musikschule haben in den vergangenen fünf Tagen den Song „Komm wir rocken jetzt“ geschrieben, entwickelt und schließlich aufgenommen. Dazugehörige Plakate und das CD-Cover durfte natürlich auch nicht fehlen. Betreut von Pädagogen und Musiklehrern. Am Ende der fünf Tage erhalten die Schüler jeder eine CD mit dem Lied darauf. „Ich finde es so gut. Wir müssen eigentlich irgendwie versuchen das rauszubringen“, sagt Ralf Lübke, Musiklehrer und Projekt-Aufnahmeleiter.
„Jeder hatte auf seine Weise eine tragende Rolle“
Die 16 Schüler des Projektes in den Klassen zwei bis vier wurden zuvor von den Musiklehrern ihrer jeweiligen Grundschule ausgesucht. „Sie haben in der kurzen Zeit gelernt, wie man zusammen an einer Sache arbeiten kann. Jeder hat einen Teil dazu beigetragen, woraus dann ein Song entstanden ist. Jeder hatte auf seine Weise eine tragende Rolle“, so Lübke. Ein Teil habe dabei gesungen, andere wiederum hätten Instrumente gespielt.
Der Spaß durfte dabei aber nicht zu kurz kommen. „Wir haben natürlich geschaut, dass wir die Kinder nicht stressen. Immerhin ist soll es ja sowas sein wie ein Feriencamp“, erzählt Lübke. Außenaktivitäten waren somit auch an der Tagesordnung.
