Wilhelmshaven - Trecker, soweit das Auge reicht: Dieses Bild bot sich am Montag am Banter See in Wilhelmshaven, als unzählige Landwirte gegenüber der Politik ihren Unmut zum Ausdruck brachten. Und damit sind sie nicht alleine.
In ganz Deutschland rollen derzeit die Traktoren. Die Landwirte demonstrieren gegen immer mehr und höhere Auflagen, denen sie sich zum Beispiel angesichts des Klimawandels stellen müssen. Auch Tierwohl ist ein Thema, das in der Diskussion eine Rolle spielt. Diese strengen Regeln bedrohe sie in ihrer Existenz, kritisieren viele Landwirte. Die Botschaft der Niedersächsischen Landesregierung lautete Montag: „Klimaschutz geht nur gemeinsam mit der Landwirtschaft.“
Siegfried und Angelika Ullrich. Foto: Lübbe
Siegfried und Angelika Ullrich: „Wir haben vollstes Verständnis für die Landwirte, die derzeit flächendeckend demonstrieren. Denn schließlich wollen sie ja auch leben und existieren. Deshalb ist ihr Verhalten richtig. Ein kleiner Landwirt übersteht einfach nicht, wenn es von der Regierung immer neue Vorgaben gibt – Stichwort Gülleverordnung oder Klimawandel.
Aymen und Tanja Mahouachi. Foto: Lübbe
Aymen und Tanja Mahouachi: „Auf der einen Seite verstehen wir es, dass die Landwirte demonstrieren, wenn sie in ihrer Existenz gefährdet sind. Andererseits hat auch die andere Seite ihre Daseinsberechtigung. Bestimmte Vorgaben sind wichtig – zum Beispiel, damit es den Tieren gut geht. Wir sind sehr tierlieb, deshalb ist uns dieser Aspekt auch wichtig. Insofern haben bestimmte Regelungen auch ihren Sinn. Sie sollten nur nicht dazu führen, dass Landwirte um ihre Existenz fürchten müssen. Dann ist der Widerstand gegen die Politik auch gerechtfertigt.“
Janine Liskow. Foto: Lübbe
