Wilhelmshaven/Hamburg - Nach einer fast zweijährigen Vorbereitungszeit wurde im Museumshafen Övelgönne in Hamburg der Feuerschiff-Dachverband „Maritimes Kulturgut Deutsche Feuerschiffe e. V.“ gegründet – die Stadt Wilhelmshaven ist mit dem ehemaligen Feuerschiff „Weser“ als einem von zwei Museumsschiffen Mitglied.
Der Verein bündelt die bisherigen unterschiedlichen Organisationsstrukturen. Die Vereinszwecke umfassen die Förderung des Denkmalschutzes, der Denkmalpflege sowie die Förderung von Kunst und Kultur. Es gibt 16 Gründungsmitglieder. Einstimmig zur Präsidentin gewählt wurde die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (Varel). Sie war bei der Gründungsversammlung nicht anwesend, richtete aber eine Videobotschaft an die Teilnehmer. Für die Stadt Wilhelmshaven war Stadtbaurat Oliver Leinert anwesend.
Weiter wurden ins Präsidium gewählt: Heinz-Günther Buß, Emden, Vizepräsident und Sprecher, Hermann Lohse, Cuxhaven, Schatzmeister; Dr. Lars Kröger, Bremerhaven, Schriftführer. Sitz des Dachverbandes ist Emden. Die Vereinseintragung erfolgt beim Amtsgericht Aurich. Die erste Mitgliederversammlung soll Anfang März 2020 in Wilhelmshaven stattfinden.
Sehr umfangreich wurde über Maßnahmen zum Erhalt aller Feuerschiffe diskutiert. Die Mitglieder des Haushaltsausschusses im Bundestag beschlossen bereits eine 50-prozentige Förderung für dringend nötige Grundsanierungen. Es fehlten weiterhin in mehreren Fällen die nötige Co-Finanzierung durch die Länder sowie verpflichtende Eigenanteile der Schiffsorganisationen, hieß es.
Das Feuerschiff „Weser“ soll nach einer Sanierung als Außenstandort des Küstenmuseums an den Bontekai gelegt werden. Der Rat hat sich vorbehalten, erst grünes Licht dafür zu geben, wenn die Höhe der Kosten (Sanierung und Unterhaltung abzüglich Förderung) feststehen.
