Wilhelmshaven - Studieren, wo andere Urlaub machen: Für Billy Manansala und Richard Brasch war dieser Slogan der Jade Hochschule ausschlaggebend, um die Koffer zu packen und in Wilhelmshaven eine neue Heimat zu finden. Gestern begann für die angehenden Ingenieure das Studium - und zumindest mit dem Umfeld sind sie bereits zufrieden. Ich finde es schön hier, sagte Manansala beim Besuch des WZmobils. Vor allem der Südstrand habe es ihm angetan: Ich wollte unbedingt die Küste sehen, jetzt lebe ich hier.

Eva Forkel ist sogar an der Küste geboren. Als Wilhelmshavenerin hat sich die 18-Jährige ganz bewusst für ein Studium in ihrer Heimatstadt entschieden: Medienwirtschaft und Journalismus wird auch nicht überall angeboten, sagt die junge Studentin. Ein weiterer Vorteil: Sie könne günstig bei den Eltern wohnen bleiben.

Während der Einführungswoche hat die 18-Jährige schon Kommilitonen kennengelernt. Das erleichtere den Start ungemein. Zum Beispiel Julia Meyer (21) aus Diepholz, die sich über die Nähe zur Nordsee freut. In Wilhelmshaven habe sie schnell ein Zimmer in einer netten WG gefunden. Und Ann-Christin Ludden (20) aus Dörpen, die zuvor eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht hat. Dana Backert aus Greetsiel hatte gestern ebenfalls ihren ersten Tag. Sie studiert Medienwirtschaft und Journalismus. Von Aufregung aber keine Spur. Die Einführungsveranstaltung hat schon sehr geholfen. Sonst wäre ich heute verloren.

Das viele Grün in der Stadt ist für Henrik Berg indes noch etwas ungewohnt. Ich komme aus dem Großraum Berlin, muss mich erst an die viele Natur gewöhnen, scherzte er. Nun hoffe er auf eine gute Studentenszene mit einigen Ausgehmöglichkeiten. Da nahm ihm Jannik Weihrauch dann gleich ein wenig die Illusion: Leider haben in der letzten Zeit viele schließen müssen oder stehen wie das Stuwo oder auch das Fährhaus vor dem Aus.