Wilhelmshaven - Es war ein Mädchen. Als Jan-Eric Meier im Alter von zwölf oder dreizehn Jahren dem Jugendclub des Landestheaters Parchim beitrat, da tat er das aus ganz dummen, einfachen Gründen, erinnert sich der 25-Jährige heute. Da war ein Mädchen, das ich toll fand. Und wie es im Leben manchmal so ist: Die Liebe ging, das Theater blieb - und wurde dann zur großen Liebe des gebürtigen Schweriners. Dass er das einstige Hobby letztendlich zu seinem Beruf gemacht hat und seit der Spielzeit 2019/20 neues festes Ensemble-Mitglied der Landesbühne Niedersachsen Nord ist, wäre ohne besagtes Mädchen vielleicht nicht passiert. Im Gespräch mit der Wilhelmshavener Zeitung erzählte Jan-Eric Meier von seinem bisherigen Werdegang und seinem Start an der Landesbühne.
Aufgewachsen in Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, hatte Meier familiär zunächst nicht viel mit Schauspiel am Hut, stammt er doch aus einer Gastronomenfamilie. Und obgleich nie im Raum stand, dass er den elterlichen Betrieb übernehmen soll, war der Berufswunsch zunächst nicht Schauspieler, sondern: Geschichtslehrer. Warum es letztendlich anders kam, vermag Jan-Eric Meier heute nicht mehr zu sagen, vielleicht war es eine intuitive Entscheidung: Ich habe mich am Theater und bei den Menschen, die dort waren, abseits von Zuhause immer am wohlsten gefühlt.
Acht Jahre lang war Meier im Theater-Jugendclub, hat dann ein freiwilliges kulturelles Jahr am selben Haus gemacht. Ein halbes Jahr war er fest angestellt, dann ging es zur Schauspielschule. Vier Jahre lang absolvierte er sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Die Ausbildung war hart aber fair, manchmal sehr fröhlich, manchmal auch nicht, erinnert sich der 25-Jährige an die Zeit.
