Wilhelmshaven - Ob zur eigenen Nutzung oder als Kapitalanlage - die Nachfrage nach Bestands-Immobilien hat seit dem vergangenen Jahr in Wilhelmshaven angezogen. Diese Erfahrung hat laut Umfrage der Wilhelmshavener Zeitung die Wilhelmshavener Immobilienbranche gemacht.

Bernd Jaspers von VIP Immobilien GmbH sagt, das gelte nicht nur für Einfamilienhäuser in guter Wohnlage, sondern auch für Mehrfamilienhäuser, an denen auswärtige Investoren, oft mehr als die Einheimischen (Ursula Aden von Elpel-Immobilien) Interesse zeigten.

Nachdem der JadeWeserPort in Betrieb sei, versprechen die sich was von Wilhelmshaven, sagt Immobilienmaklerin Martina Moritz. Ansonsten würden vornehmlich schöne Objekte in guter Lage gesucht, vorzugsweise Objekte im Villenviertel.

Olaf Altrock, Leiter des Immobilien-Zentrums der Sparkasse Wilhelmshaven, macht für das gestiegene Interesse an Bestands-Immobilien gleich mehrere Entwicklungen verantwortlich: Aufgrund der Eurokrise legen mehr Leute ihr Geld in Sachwerten an.

Ergänzend komme hinzu, dass im Zuge der Bundeswehrreform für den ein oder anderen Soldaten nun Wilhelmshaven als sicherer Standort ausgewiesen sei, so dass jetzt der Kauf einer Immobilie in Frage komme. Nachfrage sei aber auch schon spürbar im Zuge der Industrieansiedlung im Stadtnorden. Bei der Sparkasse sind Nachfragen aus Eurogate und Kraftwerks-Kreisen bekannt.


War vor einigen Jahren das Angebot an Bestands-Immobilien größer als die Nachfrage, so ist das jetzt umgekehrt, sagt Rolf Rütters, der für TT Immobilien, die Immobilienvermittlung der Volksbank Wilhelmshaven, tätig ist.

Ein anderes Hindernis stellt für manchen das Erbpachtgrundstück dar. Das sieht nicht nur Rütters so, sondern auch Martina Moritz (Erbpacht ist eine Kaufbremse).

Jaspers hat bei älteren Leuten einen Trend zurück in die Stadt, weg von Fedderwarden oder Grafschaft erkannt. Ältere Leute würden vorwiegend Eigentumswohnungen bevorzugen.

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