Wilhelmshaven - Im Moment gibt es in den Räumen des künftigen Impflokals in der Nordseepassage nur eine hohe Dosis Klaus-Schreiber-Fotos. Diese wurden hier in den vergangenen Wochen und Monaten ausgestellt. Am Dienstag aber soll hier die städtische stationäre Anlaufstelle für alle ihren Betrieb aufnehmen, die sich zum ersten oder zum wiederholten Male impfen lassen wollen.

Nachdem die Stadt in den vergangenen Wochen mit mobilen Impfteams in den Familienzentren und an vielen Stellen in der Stadt gute Erfahrungen gesammelt hat, soll es jetzt zusätzlich zu den Angeboten vor Ort eine feste Anlaufstelle geben. Diese hat inmitten der Passage den Vorteil, dass Wartende in der Schlange nicht Wind und Wetter ausgesetzt sind. Und in der Passage werden jetzt die Angebote rund um die Corona-Prävention gebündelt, denn eine Testmöglichkeit gibt es hier auch.

Laut Oberbürgermeister Carsten Feist pendelt sich die Nachfrage bei den Impfungen im Moment auch gerade ein, nachdem bei den ersten Terminen von den Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes Überstunden eingelegt werden mussten. Mit Freude stellt die Stadt fest, dass neben Auffrischungs- auch viele Erstimpfungen gefragt waren. Der politische Druck, dass ohne 2G-Status immer weniger möglich ist, scheine zu wirken, sagt Feist.

Vermutlich wird die Nachfrage noch zunehmen. Für Donnerstag oder Freitag nächster Woche wird mit dem Inkrafttreten der neuen Landesverordnung gerechnet. Sie trägt den Corona-Beschlüssen der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin Rechnung und sorgt dafür, dass Ungeimpfte mit weiteren Einschränkungen leben müssen – auch zum Beispiel im privaten Umfeld.

Wie bei den mobilen Terminen brauchen Impfwillige keine Voranmeldung. Sie müssen aber gegebenenfalls etwas warten. Wer das nicht kann oder möchte, kann als Alternative immer noch eine Arztpraxis aufsuchen.


Der einzige Flaschenhals aus Sicht des Oberbürgermeisters ist die Versorgung mit Impfstoff. Er erneuerte seine Kritik vom Vortag an der Bundesregierung und Gesundheitsminister Spahn. Die Stadt musste in letzter Zeit mehrfach erleben, dass ihre Bestellungen nachträglich gekürzt wurden. Wäre die Versorgung sichergestellt, seien bis zum Jahresende 30  000 Impfungen zu schaffen, sagt Feist und lobte die „fantastische Arbeit“ aller Beteiligten – auch der Arztpraxen.

Auf einen Blick:

Das Impflokal in der Nordseepassage ist ab Dienstag, 7.Dezember, geöffnet. Es werden Erst- und Boosterimpfungen angeboten.

Öffnungszeiten: Montags bis samstags, jeweils von 14 bis 20 Uhr.

Standort: Im 1. Obergeschoss im Flügel zwischen Valoisplatz und Bahnhofstraße.

Eine Voranmeldung ist nicht möglich. Impfwillige sollten sich auf mögliche Warteschlangen einstellen.