Wilhelmshaven - Jeder kennt es: das lästige Suchen nach Kleingeld. Das hat zumindest beim Parken ein Ende. Ab Montag können Wilhelmshavener oder Gäste ihr Ticket auf allen 40 städtischen gebührenpflichtigen Parkplätzen mit dem Handy bezahlen.
Von Bürgern gewünscht
Der Oberbürgermeister Carsten Feist, der selbst keine Erfahrung mit der Art der Bezahlung vorweisen konnte, wie er zugab, erklärte, es sei ein großes Bedürfnis für viele Bewohner der Stadt gewesen, dem man nun nachkomme. „Es ist zeitgemäß und sehr komfortabel.“
So sieht es auch Philipp Zimmermann von der Initiative smart parking, dass Städte und Kommunen bei der Einführung und dem Betrieb von bargeldlosem Parken unterstützt und auch die Stadt Wilhelmshaven unterstützt hat. „Aus sechs unterschiedlichen Apps kann der Nutzer aus-wählen und für sich entscheiden, welche die beste Variante ist.“
Die Vorteile liegen laut Zimmermann auf der Hand. So entfalle die lästige Kleingeldsuche, nach Bedarf kann die Parkzeit verlängert werden und die werde minutengenau abgerechnet.
Und so funktioniert es
Der Nutzer entscheidet sich für ein Appangebot und lädt dieses auf seinem Smartphone herunter. Der Download ist kostenlos, der Nutzer zahlt je nach App Transaktionskosten oder Abonnementkosten. Ist die Parkzeit abgelaufen, kann der Nutzer sich selbst ausloggen. Die App erkennt aufgrund der Standortangabe auch, wenn der Nutzer sich vom Parkplatz entfernt. So wird dieser automatisch ausgeloggt. „Jeder Nutzer sollte individuell entscheiden, welches Angebot das richtige ist. Abonnementmodelle können für Vielparker eine Alternative sein“, betont Zimmermann.
Doch wie erkennt das Ordnungsamt, dass man bereits per Mobilgerät ein Ticket gekauft hat? „Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen scannen mit einem Smartphone das Kennzeichen und können dann erkennen, ob ein Parkticket vorliegt“, erklärt Leiter Ralf Janßen. Denn die Anwendung des Ordnungsamtes und die verschiedenen Apps verfügen über eine gemeinsame Schnittstelle.
Für Dirk Friederic, Sachgebietsleiter Verkehrslenkung, verringert das Handyparken vor allem das Leeren der Parkautomaten. Davon gibt es immerhin 40 Stück in der Stadt. „So müssen wir natürlich weniger Automaten leeren.“
