Wilhelmshaven - Die und#132;Vogelwarte Helgolandund#147; wurde am 1. April 1910 gegründet. Sie ist mit ihrem, sich in diesem Jahr zum 100. Male jährenden Gründungstag nicht nur nach der Vogelwarte Rossitten auf der Kurischen Nehrung (gegr. 1901) die zweitälteste ornithologische Forschungseinrichtung weltweit, sondern übernimmt eine führende Rolle in diesem Wissenschaftszweig, hat dessen Entwicklung maßgeblich mitbestimmt und gerade mit seiner aktuellen Forschung zu bedeutenden neuen Erkenntnissen beigetragen.
1946 wurde die Vogelwarte ein eigenständiges und#132;Institut für Vogelforschungund#147; und dem gerade gegründeten Land Niedersachsen unterstellt, ein Jahr später zog es von Cuxhaven nach Wilhelmshaven an die 3. Einfahrt um. Eine und#132;Inselstation Helgolandund#147; gab es wieder ab 1953, zunächst betreut von Dr. Wolfgang Jungfer, ab 1956 bis 1988 von Dr. Gottfried Vauk. Seither leitet Dr. Ommo Hüppop die Außenstation des Instituts, das 1958 das ehemalige Fort Rüstersiel als neuen Standort auswählte, dort am 10. März 1966 einen Neubau bezog.
Ab 1976 wurden die ökologisch ausgerichtete Küstenvogelforschung und überregionale Langzeitvorhaben intensiviert. Das Institut zählte nun mit der Außenstelle Helgoland und einer weiteren in Braunschweig (seit 1967, bis 2000) sechs wissenschaftliche Planstellen.
Einen neuen Aufschwung nahm die Vogelzugforschung unter dem seit 1990 das Institut als Direktor leitenden Prof. Dr. Franz Bairlein. Bairlein erforschte zur Klärung der Phänomene des Vogelzugs insbesondere die Zusammenhänge der Fettanspeicherung von Zugvögeln zur Überwindung der Distanzen zu ihren Brut- und Überwinterungsgebieten, untersuchte unter anderem die ökologischen Aspekte in Verbindung mit Zugrouten und Rastgebieten.
Die Institutsausstattung wurde zu Beginn der 1990er Jahre moderner, Labore kamen hinzu, Computernetzwerke wurden installiert, die experimentelle Vogelhaltung erweitert, Arbeitsräume für Doktoranden und Diplomanden eingerichtet. Der besondere Stellenwert liegt in den Möglichkeiten, Untersuchungen sowohl im Freiland wie im Labor vorzunehmen und diese kombinieren zu können.
In ihrem Standort in Rüstersiel können die Forschungsergebnisse in der Heinrich-Gätke-Halle in einer naturkundlichen Ausstellung betrachtet werden. In zahlreichen Dioramen und Grafiken ist die Vogelwelt anschaulich dargestellt.
Öffnungszeiten:
dienstags von 8 bis 13 Uhr und donnerstags von 13 bis 17 Uhr.
Informationen:
Institut für Vogelforschung
und#132;Vogelwarte Helgolandund#147;
An der Vogelwarte 21
26386 Wilhelmshaven
Telefon: 04421/96890
