Wilhelmshaven - Das Schloss in Jever, das Landrichterhaus in Neustadtgödens und der historische Ort selbst waren am Internationalen Museumstag beliebte Ausflugsziele. Bei freiem Eintritt konnten die Besucher an Führungen teilnehmen oder Sehenswertes auf eigene Faust erkunden. Das Motto hieß in diesem Jahr Vergangenheit erinnern - Zukunft gestalten.
In Jever unterstrich Dr. Maren Siems , dass das alte Schloss auch eine Zukunft hat. Schon beantragte Restaurierungsarbeiten am Schlossturm sollten als nächste Maßnahme dazu beitragen, das Gemäuer langfristig haltbar zu machen und äußerlich erkennbare Schäden zu beheben. Der weithin sichtbare Turm, der aus repräsentativen Gründen einmal erhöht worden sei, habe übrigens früher keine Treppe sondern Leitern gehabt, die man bei Bedrohungen von außen einziehen konnte, erfuhren die Gäste.
Zu den späteren Veränderungen am 1428 als Wasserburg erbauten Schloss gehörten die Außenfenster, die beiden zusätzlichen Türhäuser und die Aufteilung des großen Saales in kleinere Kabinette. Die ganze Anlage atmet den Geist des 19. Jahrhunderts, sagte die Schlossführerin.
Auch das Landrichterhaus in Neustadtgödens verzeichnete viel Lauf. Dort war die Ausstellung Jüdische Nachbarn zu besichtigen und es gab das jüdische Nationalgericht Fatafel zum Kosten. Werner Kleinschmidt führte 30 Besucher als jüdischer Lehrer Simon Rosenstein, der 1852 in Neustadtgödens lebte, zu den Ursprüngen jüdischen Lebens im Dorf.
