Wilhelmshaven - In einer Seestadt wie Wilhelmshaven, einer Hochburg des Wassersports, muss jedes Kind mal aufs Wasser, findet Jörg Owen vom Wilhelmshavener Segelclub. Umso mehr freut sich Owen, dass beim JadeWeserPort-Cup jetzt mehr Leute mitsegeln als je zuvor.
650 Schüler aus Wilhelmshaven und dem Umland bis Oldenburg gehen am Donnerstag bei der Schülerregatta Boarding Next Generation auf neun Schiffen an den Start. Am Sonnabend legen fast 850 Menschen an Bord von 15 Traditionsseglern Hand an.
Einst von der Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung als Werbefahrt für den JadeWeserPort gegründet, war die Regatta bisher für geladene Gäste reserviert. Unternehmer haben ihre Kunden dazu eingeladen. Jetzt kann erstmals jeder dabei sein. Und die Wilhelmshaven Touristik und Freizeit verzeichnet prompt mehr als 150 Buchungen von Privatpersonen. Bis nach Nordrhein-Westfalen werben Plakate für die Großveranstaltung.
Oberbürgermeister Andreas Wagner freut sich ebenfalls über die hervorragende Steigerung der Teilnehmerzahlen, nachdem die Stadt den Cup in diesem Jahr erstmals in die Hände der WTF gelegt hat. Das Paket sei insgesamt attraktiver geworden. Das Festzelt, das ebenfalls nur für geladene Gäste zugänglich war, ist abgeschafft. Stattdessen gibt es jetzt eine zünftige Seglerparty mit der Kölner Band Decoy im Pumpwerk. Segeln ist nicht Pflichtessen, Segeln ist leger, meint Wagner. Kurzentschlossene haben noch am Freitag beim Kajenmarkt mit Open-Ship Gelegenheit, am Infostand der WTF Karten für den Segeltörn oder die anschließende Party zu kaufen. Einige Schiffe, darunter die Harle Kurier, fahren auch zu Begleitfahrten raus. Und vormittags gehen beim Junior-Cup, der letzten Runde der Stadtmeisterschaft, in zwei Rennen 31 Boote mit mehr als 50 jungen Sportskippern an den Start.
