Wilhelmshaven - Jever/Friesland - Tue Gutes und rede darüber. Das Motto edler Spender wollen sich auch die Jugendzentren Frieslands zu eigen machen. Wir machen gute Arbeit und reden viel zu wenig darüber, sagte Jevers Stadtjugendpfleger Detlef Berger gestern und seine Kollegen aus dem ganzen Landkreis und Wittmund pflichten ihm bei.

Am Sonntag, 18. März, von 14 bis 18 Uhr sollen Jugendliche und ihre Treffpunkte Gelegenheit haben, sich und ihre Projekte im Jugendhaus Jever zu präsentieren. Beteiligt sind die Jugendzentren Bockhorn, Jever, Wittmund, Schortens, Zetel, Sande, Varel und der Landkreis Friesland.

Natürlich könne so ein Tag nur die eine, plakativere Hälfte der kommunalen Jugendarbeit zeigen, betont Dietmar Roth, Leiter des Jugendzentrums Sande. Der zweite große Punkt ist die Sozialarbeit, die in einer Veranstaltung schwer zu veranschaulichen ist. Um auch diesen Aspekt abzudecken, gibt es Infomaterial an den Ständen.

Die Jugendzentren haben sich einiges einfallen lassen, um Jugendliche, Eltern und das eingeladene Fachpublikum zu begeistern. Auf der Bühne gibt es zum Beispiel Jumpstyle aus Schortens, Gesang aus Zetel, Hip-Hop aus Sande und Beatboxing aus Jever zu sehen und zu hören.

Jedes beteiligte Jugendzentrum wird zudem ausgewählte Projekte präsentieren. Aus Sande ist dies die Fahrt zum ehemaligen Konzentrationslager nach Bergen-Belsen. Die Idee ist über die Jugendvertretung entstanden, sagt Dietmar Roth.


Jever zeigt sein neues Internetcafé, dessen Konzeption von Jugendlichen erarbeitet wurde. In der Präsentation aus Schortens geht es um den laufenden Umbau, erklärt Sandra Schollmeier-Ott. Zudem wird ein Video gezeigt, das im Zuge des Präventionsprojekts Handygewalt entstanden ist. Vareler Jugendliche berichten über ihren Verkauf selbst gestrickter Mützen, die Jugendlichen aus Bockhorn thematisieren die Wiederentdeckung des Discoraums, wie Inja Boomgaarden sagt. Der Jugendtreff Zetel hat sich entschlossen, die Vorbereitung seines Weihnachtsballs zum Thema zu machen, sagt Swenja Potze.

Der JuZ-Day mit dem Markt der Möglichkeiten soll auch damit aufräumen, dass Jugendzentren als rein freiwillige Leistung angesehen werden. Jugendarbeit sei eine Pflichtleistung, die der Landkreis an die Kommunen übertragen hat, sagt Roth. Lediglich bei der Ausgestaltung gebe es Freiheiten, weshalb die Jugendzentren als freiwillige Leistung gewertet würden. Wir sind eine Drehscheibe für Informationen, sagt Berger. Denn wir kommen mit der Jugend ins Gespräch.