Wilhelmshaven - Die Tage des Sander Kleiderbades sind gezählt. Die vor gut einem Jahr im ehemaligen Lehrschwimmbecken der Grundschule eingerichtete Sammel- und Ausgabestelle von Bekleidung und Hausrat zur Versorgung von Flüchtlingen soll im Februar oder im März kommenden Jahres ersatzlos geschlossen werden. Bis dahin ist sie nur noch montags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Erhebliche Mengen gut erhaltene Textilien stehen noch zur Weiterverwendung zur Verfügung.
Die Mitteilung von der bevorstehenden Schließung der Einrichtung kam am Wochenende bei einer Dankeschön-Veranstaltung der Gemeinde Sande für gut 30 ehrenamtlich tätige Bürger der Einrichtung in der Gaststätte Zur scharfen Ecke überraschend. Ratsfrau Angela Hoffbauer vom Sander Bündnis für Familie schilderte, wie das Kleiderbad entstanden ist, welche Aufgabe es erfüllt und was die Gründe für die Auflösung sind.
Bislang versorgten sich 242 Flüchtlinge und bedürftige Sander dort. Eine Kartei der Gemeindeverwaltung, die Berechtigungsscheine ausstellt, weist bis heute die Namen von 60 Frauen, 74 Männern und 108 Jugendlchen und Kindern aus.
