Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Radverkehr in Wilhelmshaven Keine Brücken für neues Wege-Netz

Wilhelmshaven - Die Stadt Wilhelmshaven möchte klimafreundlich sein. Dieses Ziel verfolgt sie intensiv und beteiligt sich daher auch an dem geförderten Radverkehrsprojekt „Bundeswehr-Radwege-Netz“. Doch sind die Kosten inzwischen deutlich gestiegen, weshalb gehandelt werden muss. Ursprünglich waren für das gesamte Projekt etwa 5,1 Millionen Euro veranschlagt worden. Dieses Budget würden jetzt alleine die angedachten neuen Brücken und Rampen über Autobahn 29 und Maade (rund 6,027 Millionen Euro) übersteigen (s. Seite 1).

Wie soll die alternative Routenführung aussehen?

Statt der einst geplanten Brückenbauwerke über die A29 und die Maade wird bei der alternativen Route auf bestehende Wege zurückgegriffen. Der Kreuzweg in F’groden soll saniert und in eine Fahrradstraße umgewidmet, die Route anschließend über die Klinkerstraße und den Radweg an der Ostfriesenstraße über die Autobahn geführt werden. Die bestehende Brücke über die Maade östlich der Ostfriesenstraße würde weiter genutzt werden.

Südlich der Maade soll zudem der seit langem angedachte Lückenschluss entlang des Flusses und der bestehende Weg an der Maade, der bisher zwischen Ostfriesenstraße und Freiligrathstraße unterbrochen ist, durch Fördermittel realisiert werden. Er würde bis zum Dodoweg verlaufen und sich dort dem bestehenden Radweg an der Freiligrathstraße anschließen.

Sind weitere Teilprojekte zu finanzieren?

Sollte dem Alternativplan grünes Licht erteilt werden, würden die Kosten unter der maximalen Fördersumme von 5 Millionen Euro liegen. „Daher beantragen wir nach Absprache mit dem Projektträger auch, die bereits kalkulierten Mehrkosten für die Teilprojekte ‚Fahrradstraße Bremer Straße’ und ‚Umbau Knotenpunkt Knorrstraße’ fördern zu lassen“, erklärte Klimamanager André Lachmund.

Wie ist die Meinung des Fachausschusses?

Im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Brandschutz kam die alternative Routenführung mehrheitlich gut an, die Beschlussvorlage wurde mit fünf Ja-Stimmen (drei Enthaltungen) an den Rat verabschiedet. Allerdings, da sind sich die Mitglieder einig, müsse noch einiges bedacht werden. Vor allem der Querungsbereich an der Autobahnauffahrt an der Ostfriesenstraße sei eine Gefahr. Eine bessere Beschilderung, Beleuchtung oder auch eine Ampelanlage wurden vorgeschlagen.


„Wir haben neue Brückenbauwerke immer in Frage gestellt – können der Alternative aber zustimmen. Es gibt sicher noch Optimierungsbedarf an der Strecke insgesamt“, sagte Dr. Günther Schulte (FDP/FW). Nurhayat Bakir (SPD) hält die Ausführungen zwar für gut, aber zugleich auch für „verwirrend – schließlich war immer davon die Rede, dass es Brückenbauwerke geben soll, um Sengwarden und Altengroden direkt zu verbinden.“

Michael Hacker
Michael Hacker Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

MANN WIRD MEDIZINISCH BETREUT Polizei und Landkreis räumen Obdachlosen-Schlafplatz in Neusüdende

Frank Jacob
Neusüdende
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake