Wilhelmshaven - Positive Nachrichten von der Großbaustelle für den Neubau des Klinikums Wilhelmshaven: Rund zwei Drittel aller Stahlbetonpfähle sind – Stand jetzt – im Erdreich versenkt; genauer gesagt sind es mehr als 600 der insgesamt 911 benötigten Pfähle, die größtenteils mehr als 30 Meter in der Erde verbuddelt wurden, um später den Neubau des städtischen Krankenhauses tragen zu können. Dies wurde jetzt bei der turnusgemäßen Baubesprechung der Experten der beteiligten Firmen und Behörden mitgeteilt – es war die 100. Besprechung seit dem Start der Arbeiten vor fast zwei Jahren. Während sich die wirtschaftliche Situation des Krankenhausbetriebes schwierig gestaltet, geht es bei der Tiefgründung für den Klinikum-Neubau Pfahl für Pfahl voran. Ende April/Anfang Mai soll ein drittes Großbohrgerät der Firma Berger Grundbautechnik auf der Großbaustelle in der Jadestadt eintreffen und seine Arbeit aufnehmen, so Oliver Leinert (Geschäftsführer für den Neubau des Klinikums) und Projektleiter Menhard Schoof.
Sanierungskonzept notwendig
Wenn die Tiefgründung bis zum Spätsommer erfolgt ist, steht der Rohbau an. Wie bereits berichtet kann dieser jedoch erst beauftragt werden, wenn das Sanierungskonzept für das Klinikum insgesamt vorliegt und mit dem Land Niedersachsen abgestimmt wurde. Als erste Maßnahme soll dann eine sogenannte „weiße Wanne“ gegossen werden. Dabei handelt es sich um eine wasserundurchlässige tragende Stahlbetonkonstruktion, die auch das abdichtende Element bildet. Um überhaupt Löcher bohren und Pfähle im Boden versenken zu können, muss ständig das Grundwasser abgepumpt werden. Das erledigen Fachleute der Firma Christoffers aus Wiefelstede. Da kommen schnell mal mehr als 135.000 Liter zusammen, die wohlgemerkt in jeder Stunde (!) abgepumpt werden müssen, damit die riesige Baugrube an der Friedrich-Paffrath-Straße nicht beim Bohren voller Grundwasser läuft. 35.000 Liter pro Stunde für den ersten Grundwasserleiter, weitere bis zu 100.000 Liter pro Stunde für die Pfahlbohrarbeiten müssen abgepumpt und fachgerecht entsorgt werden. Dafür hat das Projektteam mit Bau-Geschäftsführer Oliver Leinert und Projektleiter Menhard Schoof von der Firma Strabag eine etwa zwei Kilometer lange Pipeline bauen lassen – bis zum Verteilerplatz 6 der Nord-West-Kavernen-Gesellschaft (NWKG) an der Helderei. Von dort aus wird das Grundwasser über deren Leitung zurück in die Nordsee gepumpt.
