Wilhelmshaven - Die Situation an den Krankenhäusern spitzt sich weiter zu, die Stationen sind mitunter an ihren Kapazitätsgrenzen. Das bestätigt auch Kersten Lettau, Pressesprecherin des Klinikums Wilhelmshaven, auf Nachfrage der Wilhelmshavener Zeitung. Aufgrund der aktuellen Situation mussten einige Eingriffe, die zu verschieben waren, teils abgesagt werden.

„Ein höheres Patientenaufkommen einerseits, in der Mehrzahl mit viralen Infekten, sowie verstärkte krankheitsbedingte Ausfälle der Mitarbeitenden aller Berufsgruppen sind die Hauptgründe dafür“, erklärt Lettau. Betroffen seien fast alle Bereiche, so dass es zwischenzeitlich selbst in der Zentralen Notaufnahme zu längeren Warte- und Verweilzeiten für Patienten kam, die stationär aufgenommen werden mussten.

„Zusätzlich gab es Anfragen aus umliegenden Kliniken in speziellen Fachrichtungen, ob Patienten übernommen werden können. Der Radius ging dabei bis an die Grenzen von Hamburg“, macht die Sprecherin des Klinikums deutlich, wie sämtliche Krankenhäuser derzeit zu kämpfen haben.

Aufgrund der aktuellen Lage habe auch das Klinikum bereits in Einzelfällen Patienten an andere Kliniken verweisen müssen. „Dabei sind Virusinfekte unterschiedlichster Art und Intensität die Hauptfälle“, so Lettau weiter.

Michael Hacker
Michael Hacker Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung