WILHELMSHAVEN - Voll Sehnsucht schallt das Raunen der Schamanenflöte in die Weite der offenen Tundra. Der Wind streicht über die endlose Ebene und trägt den Klang fort, bis er schließlich verhallt. Es ist Frühling in der Arktis und abertausende Zugvögel haben sich vom Wattenmeer aus auf den weiten Weg gen Norden gemacht, um dort zu brüten und ihre Jungen großzuziehen... Für die 10. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (13. bis 21. Oktober) haben der Schauspieler Franz Fendt und der Theaterpädagoge Frank Fuhrmann von der Jungen Landesbühne in Wilhelmshaven das Phänomen des Vogelzugs theatral aufgegriffen. Das Stück 'Solange die Flügel tragen' ist konzipiert für Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene. Premiere feiert es am Sonntag, 23. September, um 15 Uhr in Wilhelmshaven und geht danach auf Theaterreise.
'In der guten Zusammenarbeit mit der Landesbühne beschreiten wir neue Wege, um noch mehr Menschen für den Schutz des Wattenmeeres zu sensibilisieren. Man kann nur schützen, was man kennt', erklärt Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung, und unterstreicht, dass sich die Zugvogeltage im Nationalpark gerade durch die Vielfalt an Veranstaltungsformaten auszeichnen, die die Bedeutung des Wattenmeeres für den internationalen Vogelzug erlebbar machen.
In dem Ein-Personen-Stück, bei dem Frank Fuhrmann Regie führt, verkörpert Franz Fendt den Schweizer Kulturforscher und Vogelfreund Adrian Fritz, der eines Tages eine verirrte Pfuhlschnepfe auf seinem Dach findet.
